Der Schnellcheck zum Spiel

Bayern München in Donezk: Statt der Acht stand die Null

Champions-League-Ballett: Donezk-Akteur Olexandr Kucher (links) und Bayerns Bastian Schweinsteiger im artistischen Kampf um den Ball. Foto: dpa

Im Achtelfinalhinspiel der Championals League kam der FC Bayern München in Donezk zu einem 0:0. Die Partie im HNA-Schnellcheck.

Kassel. Erstes Achtelfinalspiel der Fußball-Championsleague: Der FC Bayern München trat beim ukrainischen Meister Schachtjor Donezk an - und startete ohne Tore: Trotz einer überlegen geführten Partie hieß es am Ende 0:0. Für das Rückspiel am 11. März ist das trotzdem eine gute Ausgangslage.

Wie war denn das Spiel? 

Es begann rasant. Weil die Bayern loslegten, als wollten sie gleich am 8:0-Kantersieg gegen den HSV weiterarbeiten. Arjen Robben startete schon nach zwei Minuten einen typischen Arjen-Robben-Lauf: vom rechten Flügel ab in die Mitte dribbeln, dort angekommen das Auge haben für den freien Bastian Schweinsteiger, der sehr frei volley sehr knapp vorbeischoss. Donezk, das seit zehn Wochen kein Pflichtspiel bestritten hat, war fortan unentwegt in die Defensive gedrängt.

Bis Manuel Neuer im Bayern-Tor überhaupt mal eingreifen musste, vergingen fast 30 Minuten. Bis dahin hatte Thomas Müller zwei weitere gute Chancen.

Die gewiss nicht schwach besetzte brasilianische Offensive der Gastgeber (Fred, Adriano und mehr) setzte sich über 90 Minuten gegen die stabile Bayern-Defensive kaum einmal durch. Aber auch die Gäste kamen in der zweiten Halbzeit nach und nach immer weniger zum Zug. Das erst recht, als Xabi Alonso in der 65. Minute nach mehren Fouls mit Gelb-Rot vom Platz musste. Am Ende stand so nicht die Acht, sondern die Null. Aber immerhin: Auf beiden Seiten!

War das Ergebnis denn verdient? 

Kann man so nicht sagen: Vor allem die druckvolle Anfangsphase des FC Bayern hätte durchaus einen Treffer verdient gehabt. Antreiber Arjen Robben bereitete den Gastgebern in dieser Phase größte Probleme. Später war die Partie geprägt von stabilen Defensiven. Insgesamt ein Punktsieg der Münchner.

Gab es nicht zwei Spiele? Wie wäre es da mal mit Konferenzschaltung? 

Okay, okay, schauen wir kurz nach Paris. Dort fand die zweite Partie des Abends statt. St. Germain mit Superstar Ibrahimovic gegen den FC Chelsea aus London. Der hatte Ivanovic und einen Kopfball in der 32. Minute: das 0:1. Paris aber war die bessere Mannschaft. Cavani nutzt ebenfalls seinen Kopf: 1:1 in der 55. Minute. Dann blieb es auch in Paris beim Unentschieden.

Wie war die Resonanz in einem Stadion, in dem auch die Heimmannschaft nicht zuhause ist? 

Schachtjor musste wegen des Krieges in der Heimat nach Lwiw (Lemberg) ausweichen. Rund tausend Kilometer ist das entfernt. Häufig sind die Zuschauer, die überhaupt ins Stadion kommen, nicht einmal für die Gastgeber. Diesmal aber war es voll: 34 000 Zuschauer. Ausverkauft. Als Stimmungsmacher zu hören waren allerdings überwiegend die echten Gästefans unter den Gästefans: die des FC Bayern.

Wie war die TV-Übertragung bei Sky? 

Reporter Kai Dittmann rief in der 28. Minute irgendwie aufgeregt: „Eckball - gibt’s auch.“ Das stimmte. Und zwar für den FC Bayern. Ansonsten aber: Sehr unaufgeregt, sehr kompetent. So wie Franz Beckenbauer als Experte im Studio. Der klärte die Zuschauer auf: „Schweinsteiger und Alonso auf einer Höhe, das kannst du machen, wenn du defensiv spielen willst, aber das ist dann nicht der FC Bayern.“ Es war dann der FC Bayern. Mit Schweinsteiger und Alonso. Nicht ganz auf einer Höhe.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.