Mainz siegt überraschend in München, Bremen gewinnt

Schnellcheck zum 24. Bundesliga-Spieltag: Bayern patzen, Hoeneß staunt

Kopfballduell: Bayerns David Alaba (in Rot) kommt in dieser Szene vor dem Mainzer Christian Clemens an den Ball. Spielentscheidend aber war das nicht. Die Bayern verloren überraschend gegen ihre Gäste. Foto: dpa

Kassel. Am gestrigen Abend, an dem sich herausstellte, dass die Fußballer des FC Bayern auch nur Menschen sind, ist der Kampf um die Deutsche Fußballmeisterschaft ein wenig spannender geworden. Unser Schnellcheck zum zweiten Teil des 24. Spieltags in der Bundesliga mit gleich sieben Partien.

Gab es Überraschungen?

Und was für welche. Über allem steht der Mainzer 2:1-Sieg bei den scheinbar unschlagbaren Bayern. Arjen Robben erzielte zwar ein Tor, aber auf der anderen Seite trafen die Mainzer Jairo und Cordoba. Und mit Bremens klarem 4:1-Sieg in Leverkusen hatten zwar einige kühne Werder-Fans gerechnet, nicht aber die Mehrheit der neutralen Betrachter. Nach dem schnellen Führungstor durch Fin Bartels hieß der Matchwinner Claudio Pizarro. Der Peruaner erzielte das 2:0 (55.) und verwandelte zehn Minuten später einen Elfmeter zum 3:0. Schließlich sorgte der 37-Jährige per Kopf für den 4:1-Endstand (83.).

Gab es einen Blitzstart?

Einen? Der HSV und Werder Bremen hielten sich nicht lange mit Geplänkel auf. Nach einem Missverständnis zwischen Torwart Ralf Fährmann und Abwehrspieler Roman Neustädter brachte Nicolai Müller die Hamburger auf Schalke bereits in der vierten Minute mit 1:0 in Führung.

Fast zeitgleich erzielte der Bremer Fin Bartels den Führungstreffer für Werder bei Bayer Leverkusen.

Wer spielte überraschend für Borussia Dortmund?

Felix Passlack. 17 Jahre, Bundesliga-Debütant des BVB. Stand in Darmstadt erstmals im Aufgebot. Seit Jahresbeginn erst trainiert der gebürtige Bottroper, der bei Rot-Weiß Oberhausen groß wurde, mit den Dortmunder Profis. Eigentlich spielt er in der A-Junioren-Bundesliga, erzielte dort bislang zwölf Tore in 16 Spielen. 1,70 Meter ist er groß, offensiver Wirbelwind – und Schalke-Fan. Lieferte einen ordentlichen Auftritt ab und durfte sich über den 2:0-Erfolg der Dortmunder freuen. Nach 70 Minuten war für ihn Schluss. Mchitarjan kam. Aber weitere Einsätze folgen bestimmt.

Welche Szenen erhitzten die Gemüter?

Aufreger eins: der Elfmeterpfiff in Hoffenheim. Schiedsricher Guido Winkmann unterstellte Niklas Süle absichtliches Handspiel im Strafraum. Doch nicht nur die Hoffenheimer Fans fragten sich, was der Hoffenheimer stattdessen in dieser Szene mit seinem Arm hätte machen sollen. Augsburgs Verhaegh verwandelte sicher zum zwischenzeitlichen 1:1. Aufreger zwei und drei: keine Elfmeterpfiffe auf Schalke. Erst holte Hamburgs Mathias Ostrzolek Gegenspieler Alessandro Schöpf im Strafraum von den Beinen – kein Pfiff. Dann riss Cleber Klaas-Jan Huntelaar im Sechzehner um – wieder kein Pfiff. Machte aber nichts. Denn Schöpf traf trotzdem später noch – und Schalke gewann nach starker Vorstellung letztlich 3:2. Aufreger vier: keine Rote Karte für Herthas Vladimir Darida. Denn als letzter Mann stoppte er Eintrachts Marco Fabian irregulär – doch Darida sah nur Gelb.

Mit wem freuten sich die Fans besonders?

Mit Kevin Volland. Der Hoffenheimer Stürmer traf erstmals wieder – nach 1083 Minuten.

Gab es einen Überraschungsgast?

Ja, in München. Uli Hoeneß, seit zwei Tagen wieder ein freier Mann, hatte angekündigt, beim Champions-League-Achtelfinale gegen Juventus Turin nach zweijähriger erzwungener Abstinenz wieder auf der Tribüne der Allianz-Arena Platz zu nehmen. Aber der 64-Jährige hielt es so lange dann doch nicht aus und erschien gestern Abend pünktlich zu der Partie der Bayern gegen Mainz 05. Ein Glücksbringer war Hoeneß nicht.

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