Münchner Chancen-Wucher

Die Bayern verlieren gegen Leverkusen: Zum Haareraufen

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Doppeltorschütze für Leverkusen: Leon Bailey sicherte in München den Sieg. 

Es war ein wildes Spiel. Eines mit Chancen ohne Ende – vor allem für die Gastgeber.

Eines, in dem die richtige Antwort von großer Bedeutung war. In dem eine Serie endete. Einer nicht traf, der fast immer trifft, ein anderer mit seinen Toren in den Blickpunkt zurückkehrte. Stichworte zu Bayerns 1:2-Niederlage gegen Leverkusen:

Der Torflut-Rückschlag

7:2 gegen Tottenham, 6:0 gegen Belgrad: In der Champions League haben die Münchner bereits Triumphales geleistet. Aber: Der Torflut in der Königsklasse folgte nun zum zweiten Mal der Rückschlag in der Liga. Schon dem 7:2 war eine 1:2-Heimspiel-Niederlage gefolgt, damals gegen Hoffenheim. Nun gab es gegen Leverkusen den Alltags-Dämpfer. Vielleicht sollten die Bayern in der Champions-League zukünftig sagen: Och, so ein 3:0 tut es auch.

Der Chancen-Wucher

Wer die Partie gesehen hat, dem könnte das eine oder andere Mal dieser Gedanke gekommen sein: „Okay, das wird der Ausgleich. Was? Die machen den nicht?“ Bayerns Torversprechen Robert Lewandowski ließ mehrfach Chancen aus, die er in den vergangenen Wochen wie selbstverständlich nutzte. Wie leichtfertig die Münchner an diesem Abend mit ihren Möglichkeiten umgingen, bewies eine Szene kurz vor der Pause. Zu dritt liefen sie auf das Bayer-Tor zu, Serge Gnabry spielte ungenau zu Ivan Perisic, Lars Bender kam dazwischen. Es war zum Haareraufen.

Die Müller-Regel

Geht so: Wenn Thomas Müller trifft, dann verlieren die Münchner nicht. Am Samstag beendete Müller eine achtmonatige Durststrecke mit dem Treffer zum 1:1 in der 34. Minute. Und es ist eigentlich kaum zu glauben, ging von Statistikern aber nach Spielende schnell durch das Internet: In allen 87 Spielen, in denen der Nationalspieler traf, gewannen die Bayern oder spielten zumindest Unentschieden. Die Serie endete am Samstag.

Das Trainer-Wort

Wurde von Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge gegeben. Trotz der Niederlage zitiert ihn die Nachrichtenagentur dpa mit dem Satz: „Wir haben mit ihm und in ihm einen Trainer, der gut zur Mannschaft passt.“ Gemeint ist Hansi Flick, dem die erste Niederlage als Cheftrainer nicht vorgeworfen wurde. Im Gegenteil: Rummenigge stellte eine Zusammenarbeit über den Winter hinaus in Aussicht.

Das Antwort-Geben

Es lief an diesem Abend so: Gnabry trifft auf der einen Seite den Pfosten, Leverkusens Leon Bailey auf der anderen Seite das Tor (10.). Müller macht den Ausgleich (34.), Bailey bringt Leverkusen auf der anderen Seite wieder in Führung (35.). Bayer hatte eine Antwort. Und die lautete: Wir kontern die Bayern mal so richtig schön aus.

Die Bailey-Rückkehr

Der Jamaikaner Bailey legte 2017 eine Hinrunde hin, in der er es ordentlich knallen ließ. Um dann ohne viel Aufsehen abzutauchen. Der 22-Jährige zeigte gegen die Bayern wieder einmal, was ihn so gefährlich für die gegnerischen Mannschaften macht: sein Tempo und sein Abschluss. Zweimal enteilte er allen über die linke Seite und schloss trocken mit dem linken Fuß ab. Bailey bestätigte seine aufsteigende Form. Und in dieser wird er nicht nur die Bayern ärgern.

Doppeltorschütze für Leverkusen: Leon Bailey sicherte in München den Sieg.

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