Bundesliga-Rückrunde startet

Die Bayern vor dem Rückrundenstart in Hoffenheim: Was Gold ist und was nicht glänzt

+
Kurzer Test: Was Franck Ribéry (rechts) da genau bei Mitspieler James Rodriguez fühlt, ist nicht ganz klar. Der Kolumbianer sieht auf jeden Fall nicht sehr begeistert aus. 

Eigentlich ist der FC Bayern München heute chancenlos. Der Statistik nach müssten sie die Reise in den Kraichgau gar nicht antreten.

Seit Julian Nagelsmann Trainer der TSG Hoffenheim ist, haben die Münchner in Sinsheim nur verloren – 0:1 und 0:2. Noch nicht einmal ein Treffer gelang ihnen.

Antreten wird der Rekordmeister zum Auftakt der Rückrunde in der Fußball-Bundesliga ab 20.30 Uhr (ZDF und Eurosport Player) dennoch. Eine andere Statistik sagt auch, dass die Partie eigentlich mit einem Remis enden müsste. Denn die Hoffenheimer haben die vergangenen sechs Spiele in der Liga die Punkte geteilt.

Aus aktuellem Anlass haben wir geschaut, was in München zur zweiten Saisonhälfte schon Gold ist – und was noch nicht glänzt. Und versprochen: Es geht dabei dieses Mal nicht um Steaks. Aber um Franck Ribéry.

Was Gold ist

Die Formkurve der Münchner zeigt klar nach oben: Die letzte Niederlage gab es am 10. November beim 2:3 in Dortmund. Anschließend ließen die Bayern nur bei den 3:3-Unentschieden gegen Düsseldorf und Ajax Amsterdam Punkte liegen. Die vergangenen fünf Ligaspiele gewann das Team von Trainer Niko Kovac und verkürzte den Rückstand auf den BVB so auf sechs Punkte.

Großen Anteil an diesen Erfolgen hatte der Franzose Franck Ribéry, der alle seine vier Saisontreffer in der Bundesliga an den letzten vier Spieltagen vor der Winterpause erzielte. Der 35-Jährige trug so maßgeblich zu einer Beruhigung des aufgeregten Umfelds beim Rekordmeister bei. Um dann in der Winterpause wieder für mächtig Wirbel zu sorgen. Stichworte: Steak, Mütter, Großmütter, Stammbaum.

Nun fällt Ribéry mit Muskelfaserriss zum Auftakt ebenso aus wie sein lange Zeit kongenialer Partner Arjen Robben, der schon seit Anfang Dezember mit Oberschenkelproblemen kämpft.

Ansonsten hat Trainer Niko Kovac aber goldige Aussichten beim Blick auf die Verletztenliste. Denn neben der alternden Flügelzange fehlt dem Kroaten nur Corentin Tolisso, der mit Kreuzbandriss noch lange ausfallen wird. Weil aber Serge Gnabry in guter Form und Kingsley Coman zurück ist, muss Kovac auf dem Flügel nicht improvisieren. Und auch James Rodriguez steht wieder zur Verfügung.

Insgesamt können die Bayern mit einer durchwachsenen Vorrunde dann doch noch zufrieden sein. Sie sind in allen Wettbewerben noch vertreten – und sie können sich definitiv steigern.

Was nicht glänzt

Probleme macht den Münchnern vor allem die Defensive. Die hat bislang recht selten geglänzt. Und dazu zählt auch Torhüter Manuel Neuer. Der 32-Jährige ist nach seinen Fußverletzungen weit entfernt von der Weltmeister-Form. Kein Wunder, würde ein weiterer Bruch doch das Karriereende bedeuten. Das beeinflusst sicher mental. Aber die Verteidigung allgemein bereitet Sorgen, ist anfällig. Wollen die Bayern ihre Ziele verwirklichen, funktioniert das nur über eine stabile Abwehr. Die entscheidet über Gold oder Ananas.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.