4. Spieltag

Auffälligkeiten der Königsklasse: Befreiende Tore, typischer Neuer

Josip Ilicic.
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Josip Ilicic.

Der 4. Spieltag der Fußball-Champions-League ist Geschichte – nach Sevilla, Chelsea, Barcelona und Turin haben nun auch die Bayern und Manchester City das Achtelfinal-Ticket gelöst.

Die Münchner sind sogar bereits sicher Gruppensieger. Gladbach hat zudem beste Chancen aufs Weiterkommen. Auffälligkeiten vom Mittwoch der Königsklasse:

Tor für die Seele I

Josip Ilicic war lange eines der Gesichter dieser begeisternden Mannschaft von Atalanta Bergamo. Das Lächeln hatte der Slowene zuletzt aber verloren. Sein letztes Tor für die Italiener erzielte der Angreifer am 1. März beim 7:2-Sieg gegen Lecce. Dazu lieferte er drei Vorlagen. Dann stoppte die Corona-Pandemie den Fußball. Bergamo traf sie besonders.

Ebenso wie den 32-Jährigen, der in der Folge an Depressionen litt, Sonderurlaub bekam, lange nicht im Kader stand. Nun ist er zurück. Und gegen den FC Liverpool traf er endlich wieder für seinen Klub – zum 1:0. Weil auch der Deutsche Robin Gosens erfolgreich war, nahm Bergamo drei Punkte aus England mit. Die Gruppe ist nach dem 2:0-Erfolg wieder offen.

Tor für die Seele II

Was war das denn für ein Tor? In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit flog der Ball im Strafraum auf Gladbachs Breel Embolo zu. Der Stürmer drehte sich und traf per Fallrückzieher zum 3:0. Es war sein erstes Tor in dieser Saison – und dann gleich so ein schönes. Lars Stindl, Nico Elvedi und Oscar Wendt sorgten für die weiteren Treffer beim 4:0-Sieg gegen Schachtjor Donezk – und die nächste Gladbacher Gala.

Parade zur Bestätigung

Der Treffer hätte ohnehin nicht gezählt. Tief in der Nachspielzeit tauchte Salzburgs Karim Adeyemi vor Bayerns Torhüter Manuel Neuer auf. Ganz allein. Doch der 34-Jährige parierte den Versuch. Anschließend zeigte der Linienrichter an, dass Adeyemi im Abseits stand. Die Partie war da nach Treffern von Robert Lewandowski, Kingsley Coman und Leroy Sané bereits entschieden. Doch Jérome Boateng klatsche seinen Torwart dennoch ab, als hätte der den Sieg festgehalten. Neuer zeigte beim 3:1-Erfolg abermals, dass er zu unglaublichen Reaktionen fähig ist.

Karte zur Bestätigung

Arturo Vidal ist und bleibt ein Heißsporn. Da lag sein Klub Inter Mailand zu Hause gegen Real Madrid 0:1 zurück – und dann sah der Chilene in einer Szene die Gelb-Rote Karte (33.). Was war passiert? Nach dem Zweikampf mit Raphael Varane im Real-Strafraum forderte Vidal von Schiedsrichter Anthony Taylor einen Strafstoß. Stattdessen zeigte er ihm die Gelbe Karte wegen Meckerns. Aber Vidal blieb hartnäckig – und aggressiv. Taylor schickte ihn deswegen vom Feld. Ein Bärendienst an sein Team, das 0:2 verlor. (Manuel Kopp und Maximilian Bülau)

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