Nervengift-Skandal

„Anti-britische Stimmung“: Behörden warnen Fans vor Reise nach Moskau

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Anhängern des FC Arsenal wird von einer Reise in die russische Kapitale abgeraten.

Angesichts der angespannten politischen Lage zwischen Großbritannien und Russland hat der FC Arsenal seine Fans vor dem anstehenden Europa-League-Viertelfinale gegen ZSKA Moskau zu besonderer Vorsicht gemahnt.

London - Fußball-Anhänger, die zum Rückspiel am 12. April nach Moskau reisen wollten, sollten sich an die Empfehlung des Außenministeriums halten. Die Behörde hatte am Mittwoch eine Reisewarnung veröffentlicht. Darin wurde vor einer möglichen „anti-britischen Stimmung“ in Russland gewarnt. Reisenden wurde geraten, „aufmerksam zu bleiben“ und jegliche „öffentlichen Kommentare zu politischen Entwicklungen zu vermeiden“.

Hintergrund ist das Attentat auf den russischen Ex-Doppelagenten Sergej Skripal und dessen Tochter Julia in der englischen Kleinstadt Salisbury. Die beiden wurden nach britischen Angaben mit dem Nervengift Nowitschok vergiftet, das in der Sowjetunion entwickelt worden war. London glaubt, Moskau sei an dem Anschlag beteiligt. Russland bestreitet die Vorwürfe. Skripal und seine Tochter kämpfen seit mehr als zwei Wochen in einer Klinik um ihr Leben.

War Mörder eines Kreml-Gegners im Stadion?

Bei der letzten Begegnung zwischen dem FC Arsenal und ZSKA Moskau in der Gruppenphase der Champions League im Jahr 2006 soll auch der Mann im Londoner Emirates Stadion gewesen sein, der des Mordes am Kreml-Gegner Alexander Litwinenko verdächtigt wird. Das ist nach BBC-Informationen das Ergebnis der Morduntersuchung. Kurz darauf starb Litwinenko an einer Vergiftung durch radioaktives Polonium.

dpa

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