Beiersdorfer erklärt Rucksack-Affäre beim HSV für beendet

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Dietmar Beiersdorfer erklärt die Rucksack-Affäre beim HSV für endgültig beendet. Foto: Daniel Bockwoldt

Der HSV hakt die Rucksack-Affäre ab. Vorstandschef Beiersdorfer geht von einer Straftat aus und will mit Sportdirektor Knäbel weiterarbeiten. Auch Trainer Labbadia darf auf eine Vertragsverlängerung hoffen.

Hamburg (dpa) - Der Vorstandsvorsitzende Dietmar Beiersdorfer hat die Rucksack-Affäre um Sportdirektor Peter Knäbel beim Hamburger SV für beendet erklärt.

"Das Thema ist für uns erledigt. Die Polizei ermittelt noch. Die Erkenntnisse sind so, dass die Unterlagen durch eine Straftat abhandengekommen sind", sagte er in einem Interview der "Bild"-Zeitung. Mitte August war publik geworden, dass interne Dokumente des Fußball-Bundesligisten mit Gehaltslisten und Vertragsdetails von Profis in einem Park der Hansestadt gefunden wurden. Die Polizei ermittelte später auch gegen die Altenpflegerin, die den Rucksack gefunden haben will.

Auch fachlich habe man in den vergangenen Monaten keine Zweifel an Knäbel gehabt. "Trotz des immensen Drucks durch die Rucksack-Geschichte hat er immer den Fokus behalten und die Aufgaben hervorragend gelöst. Er arbeitet inhaltlich wertvoll und zuverlässig, bringt die Sachen zu Ende", betonte Beiersdorfer. Knäbel habe im Sommer nach der überstandenen Relegation innerhalb kürzester Zeit 24 Personalentscheidungen getroffen: "Das war eine Mammut-Aufgabe", sagte der 51-Jährige.

"Peter hat zu jeder Zeit das Wohl des HSV über sein eigenes gestellt, das muss man ganz klar so festhalten", unterstrich der HSV-Chef zudem auf der Vereins-Homepage. Er habe es in enger Zusammenarbeit mit Bruno Labbadia geschafft, die Mannschaft binnen kürzester Zeit besser zu machen. "Ich bin überzeugt, dass Peters Arbeit schon jetzt wirkt und auch bezüglich unserer mittel- und langfristigen sportlichen Entwicklungsziele Früchte tragen wird", sagte Beiersdorfer und stellte eine baldige Vertragsverlängerung mit Labbadia in Aussicht: "Ich wünsche mir, dass Bruno sehr lange Trainer des HSV bleibt."

Labbadia habe die Konkurrenzfähigkeit des HSV wieder hergestellt. "Natürlich sind wir mit Bruno Labbadia und seinem Wirken sehr, sehr zufrieden. Mit seiner Arbeit, seinen Emotionen und seiner Identifikation wird er nicht nur von mir und den HSV-Fans extrem positiv wahrgenommen, sondern hat in ganz Fußball-Deutschland starken Eindruck hinterlassen." Mit zehn Punkten aus acht Spielen - gerade vor dem Hintergrund des Auftaktprogramms mit fünf Auswärtsspielen und den schweren Aufgaben gegen Mannschaften wie Bayern, Gladbach und Schalke ist Beiersdorfer einverstanden.

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