Biologischer Pass: UEFA erweitert Anti-Doping-Kampf

+
Die UEFA will den biologischen Pass einführen. Foto: Jean-Christophe Bott

Frankfurt/Main (dpa) - Der europäische Fußball-Verband UEFA startet in dieser Saison das seiner Darstellung nach "größte Anti-Doping-Programm in der Geschichte des europäischen Fußballs".

Dazu zählen unter anderem die Einführung eines Biologischen Passes zum besseren Nachweis von möglichem Steroid-Doping, eine engere Zusammenarbeit mit den nationalen Anti-Doping-Agenturen sowie umfangreiche Tests bereits im Vorfeld der EM 2016, heißt es in einer Pressemitteilung der UEFA.

"Die jüngsten Ereignisse in anderen Sportarten haben uns noch einmal die Wichtigkeit vor Augen geführt, in diesem Bereich immer wachsam zu bleiben", erklärte der Leiter des medizinischen Komitees der UEFA, Michel D'Hooghe.

Wie vor allem in der Leichtathletik und beim Radsport vorgemacht, will die UEFA mit Hilfe des Biologischen Passes über einen längeren Zeitraum die Blut- und Urinwerte eines Spielers dokumentieren. Dieses Verfahren soll im Fußball die bisher schon üblichen Dopingtests nach den Spielen und punktuell auch in den Trainingsphasen ergänzen.

Mit Blick auf die EM in Frankreich will der europäische Verband schon im Januar 2016 mit dem vermeintlich "längsten Test-Programm im Vorfeld eines Turniers" beginnen. "Jeder Spieler, der die Chance hat, für eines der teilnehmenden Teams nominiert zu werden, wird diesem Programm unterzogen", heißt es in der UEFA-Erklärung. Um doppelte Kontrollen künftig zu vermeiden und Informationen besser auszutauschen, hat die UEFA nach eigenen Angaben Kooperations-Vereinbarungen mit mehreren Anti-Doping-Agenturen abgeschlossen. Dazu zähle auch die deutsche NADA.

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.