Linke Hand war nicht zu retten

Nach Böller-Drama: Profi steht vor Comeback - mit Armprothese

Wiener Neustadt - Ein Böller zerfetzte ihm die linke Hand. Doch 15 Monate nach der Tragödie steht der österreichische Bundesliga-Profi Andreas Schicker vor einem Comeback - mit einer Armprothese.

15 Monate nach dem Verlust seines linken Unterarms durch die Explosion eines Böllers steht der österreichische Fußballer Andreas Schicker vor seinem Profi-Comeback. Sein Verein SC Wiener Neustadt trifft am Freitag in Österreichs Erster Liga, gleichbedeutend mit der 2. Bundesliga in Deutschland, auf Austria Salzburg. Zum möglichen Einsatz des 29-Jährigen sagte Trainer Günter Kreissl: „Wir werden nichts erzwingen, um Schlagzeilen zu machen. Aber die Chance ist sehr groß.“

Schicker wäre damit der erste Fußball-Profi, der mit einer Prothese aufs Feld läuft. Die FIFA hat den Einsatz genehmigt, nachdem die Sorge ausgeräumt war, dass der ein Kilogramm schwere künstliche Arm-Ersatz andere Spieler verletzen könnte.

Vielen vielen Dank für eure Unterstützung und euren Zuspruch!Ich bin überwältigt!

Posted by Andreas Schicker on Freitag, 26. Februar 2016

„Die Prothese ist weicher als eine gesunde Hand“, meinte Schicker in einem ORF-Interview nach seinem ersten Einsatz im Amateurbereich im Herbst 2015. Der Linksverteidiger, der in seiner Karriere 160 Bundesligaspiele bestritten hat, hat auch ein Sturztraining absolviert. Probleme beim Einwurf gebe es mittlerweile nicht mehr, meinte er. „Ich denke überhaupt nicht mehr an die Prothese. Das ist nun einfach meine neue Hand.“

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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