Kader muss ausgedünnt werden

Borussia Dortmund: Diese Spieler stehen auf der Kippe

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Peter Bosz.

Trainer Peter Bosz gibt sein Debüt an der Seitenlinie von Borussia Dortmund. Die Fans sind auf den Niederländer gespannt, er selbst nimmt seine Wackelkandidaten unter die Lupe.

Dortmund - Nach dem Geheimtraining zum Vorbereitungsstart öffnet Borussia Dortmund am Montag die Tore für die Öffentlichkeit. Die Neugier der Fans auf Peter Bosz ist groß. Lässt der neue Trainer den BVB so offensiv spielen wie seinen Ex-Klub Ajax Amsterdam? Ist er taktisch so flexibel wie sein Vorgänger Thomas Tuchel? Wie emotional verhält er sich an der Seitenlinie?

Erste Antworten auf diese Fragen gibt es am Dienstag (19.00 Uhr), wenn Dortmund zum ersten Testspiel bei Rot-Weiss Essen im Georg-Melches-Stadion an der Hafenstraße antritt. Bosz selbst schaut auf ganz andere Dinge. Der Niederländer wird sich im Spiel gegen den Regionalligisten ein genaues Bild von seinen Wackelkandidaten machen. Denn der aktuelle 33-Mann-Kader ist trotz Dreifachbelastung zu groß.

Um ihren Platz kämpfen vor allem Publikumsliebling Neven Subotic, Mittelfeldrenner Sebastian Rode und Offensivdribbler Emre Mor. Besonders Subotic muss in Essen überzeugen, denn in der Innenverteidigung herrscht nach dem 12-Millionen-Euro-Transfer von Ömer Toprak ein Überangebot.

Subotic, der in der Rückrunde der vergangenen Saison an den 1. FC Köln ausgeliehen war, gibt sich kämpferisch: "Es gibt in diesem Sommer eine neue Situation für mich beim BVB. In Peter Bosz ist ein neuer Trainer da, den ich erst einmal kennenlernen muss - und er muss mich kennenlernen."

Das gilt auch für Rode und Mor, die sich unter Bosz-Vorgänger Tuchel beim BVB nicht durchsetzen konnten. Die Zukunft des Spaniers Mikel Merino, der im Finale der U21-EM der deutschen Mannschaft mit den beiden Neu-Borussen Maximilian Philipp und Mahmoud Dahoud unterlag, ist ebenfalls offen. Er muss sich nach der Rückkehr aus dem Sonderurlaub bei Bosz beweisen.

Parallel zum Spielercasting feilt der neue Trainer auch am Spielsystem. Bosz ließ in Amsterdam einen radikalen Offensivstil spielen, die Ajax-Profis gefielen vor allem in der Europa League mit ihrem überfallartigen Fußball. BVB-Sportdirektor Michael Zorc attestiert Bosz einen "frischen, attackierenden" Stil mit einer "ausgesprägten Struktur im Ballbesitz" und sehr starkem Gegenpressing. "Das würden wir sehr gerne bei uns auf dem Platz sehen", sagte er.

Dafür muss Bosz mit seiner Mannschaft auf dem Trainingsplatz hart arbeiten. Daher dürfte der 53-Jährige die Asienreise (13. bis 19. Juli) rein aus sportlicher Sicht als ungünstig einstufen. In Japan und China testet der BVB zwar unter anderem gegen den italienischen Renommeeklub AC Mailand, die Reisestrapazen und die Werbeaktivitäten stören trotzdem die Vorbereitung.

Nach der Rückkehr aus Asien, wenn die U21-Europameister Dahoud und Philipp dazustoßen und Weltmeister Mario Götze nach seiner langen Zwangspause wegen einer Stoffwechselerkrankung das Trainingspensum hoffentlich gesteigert hat, beginnt die Vorbereitung erst so richtig. Welcher der Wackelkandidaten dann noch dabei ist, wird sich vielleicht schon am Dienstag in Essen zeigen.

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sid

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