Fußball-Bundesliga

Zweimal Borussia ganz oben: Gladbach und Dortmund in der Tabelle vorn

 
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Der Siegtorschütze: Gladbachs Marcus Thuram (rechts). Links: Torhüter Yann Sommer.

Grund zum Jubeln für alle Borussia-Fans: Mönchengladbach verteidigt die Tabellenführung, Dortmund klettert dank eines 3:0-Erfolgs über Wolfsburg auf Rang zwei.

Während Borussia Mönchengladbach dank eines 2:1-Derby-Zittersieges in Leverkusen weiter von der Tabellenspitze grüßt, ist Borussia Dortmund nach einem ungefährdeten 3:0 gegen Wolfsburg nun Tabellenzweiter und erster Verfolger.

Bayer Leverkusen – Borussia Mönchengladbach 1:2 (1:2)

Fohlenelf 2.0: Mönchengladbach spielt im Stil einer Spitzenmannschaft und begeistert seine Fans mit überfallartigem Offensivfußball. In Leverkusen kam zudem der Dusel einer gewissen Mannschaft aus dem Süden dazu. 

23 Torschüsse gab Leverkusen im West-Derby ab, die Borussia nur zehn. 546 Pässe spielte Leverkusen, Gladbach nur 375. 60 Prozent Ballbesitz hatte Leverkusen, 57 Prozent der Zweikämpfe gewann die Werkself noch dazu. Außerdem hatte Bayer 13 Ecken, Gladbach keine einzige. Aber: Die Borussia schoss zwei Tore, Leverkusen nur eins.

Zu verdanken hat Trainer Marco Rose seinen siebten Bundesligasieg vor allem dem Sohn eines Weltmeisters: Marcus Thuram, Sohn von Lilian Thuram, ist in bestechender Form. Fünf Saisontore hat der 22-jährige Franzose in zehn Spielen geschossen, in den letzten drei Pflichtspielen jeweils eins. In Leverkusen bereitete er außerdem das 1:0 von Oscar Wendt mustergültig vor. 

Für Wendt, seit acht Jahren schon Linksverteidiger bei der Borussia, war es eine Premiere: Zum ersten Mal traf er in der Bundesliga in zwei aufeinanderfolgenden Partien. Erst letzte Woche gegen Frankfurt, nun in Leverkusen.

Borussia Dortmund – VfL Wolfsburg 3:0 (0:0)

Die Borussia aus Dortmund hat die Patzer von München und Freiburg genutzt, einen direkten Konkurrenten besiegt und ist auf den zweiten Tabellenplatz geklettert. Ein schönes Geschenk für Trainer Lucien Favre zum 62. Geburtstag. Nach Wochen der Unzufriedenheit gab es am Samstag deshalb endlich mal wieder strahlende Gesichter in Schwarz und Gelb zu sehen.

Ein Sieg am Geburtstag: BVB-Trainer Lucien Favre wurde am Samstag 62 Jahre alt.

Die erste Halbzeit zauberte den BVB-Fans jedoch noch kein Lächeln aufs Gesicht. Die beste Chance hatte Wolfsburg U21-Nationalspieler Lukas Nmecha, der per Lupfer die Latte traf (22.). Nach einer halben Stunde gab es dann zwei Wechsel: Marco Reus musste mit einer Fußverletzung ausgewechselt werden, für ihn kam Mario Götze ins Spiel. Auch Schiedsrichter Markus Welz konnte wegen Wadenproblemen nicht weitermachen und wurde von Assistent Martin Thomsen abgelöst.

Ein Doppelschlag zu Beginn der zweiten Halbzeit erlöste die Borussia. Erst jagte Thorgan Hazard den Ball aus 15 Metern in die Maschen (52.), dann traf Raphael Guerreiro mit einem gezielten Flachschuss (58.). Den Schlusspunkt setzte Götze per Elfmeter. Weil mit Paco Alcácer und Marco Reus die etatmäßigen Schützen fehlten, schnappte sich Götze den Ball und verwandelte zum 3:0 (87.). Jeffrey Bruma hatte im Sechzehner Hand gespielt. Der BVB scheint gerüstet für das Spitzenspiel am Samstag bei den Bayern.

Für die Gäste aus Wolfsburg hingegen war es eine enttäuschende Woche. Nach der deutlichen ersten Saisonniederlage am Mittwoch im Pokal (1:6 gegen Leipzig) folgte in Dortmund die erste Pleite in der Bundesliga.

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