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FC Bayern München: Flop kassiert Millionen-Gehalt - und sitzt seinen Vertrag aus

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Von: Antonio José Riether

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Der FC Bayern gab diesen Sommer 15 Spieler ab, doch Ersatzspieler Bouna Sarr blieb dennoch weiter beim Rekordmeister. Dabei spielt er bei den Münchnern kaum eine Rolle.

München - Für den FC Bayern endete am Donnerstagabend eine höchst ereignisreiche Sommertransferperiode. In den letzten Wochen und Monaten sortierten die Münchner ihren Kader aus, insgesamt 15 Spieler verließen den Verein. Einen Reservisten konnten die Bayern-Bosse allerdings nicht loswerden: Bouna Sarr bleibt auch weiterhin Teil der Bayern-Mannschaft und stellt somit auch eine finanzielle Belastung dar.

Bouna Sarr: Ausländische Vereine meldeten sich im Sommer - doch es gab kein konkretes Angebot

Der 30-Jährige, der im Februar an der Seite von Sadio Mané für den Senegal den Afrika-Cup gewann, spielt bei den Bayern kaum eine Rolle. Seit seinem Wechsel im Oktober 2020 hat Sarr nur 27 Einsätze für den Serienmeister absolviert, von denen er nur sieben über die vollen 90 Minuten spielte. Sarr scheint keine größeren Probleme mit seiner geringen Spielzeit zu haben, was wahrscheinlich der Grund dafür ist, dass er sich noch nicht nach einem neuen Verein umgesehen hat. Das größte Hindernis ist das Gehalt des in Lyon geborenen Spielers.

Verteidiger Bouna Sarr sitzt meist nur auf der Ersatzbank, wenn er es in den Kader schafft.
Verteidiger Bouna Sarr sitzt meist nur auf der Ersatzbank, wenn er es in den Kader schafft. © Markus Fischer/imago

Nach Informationen des Senders Sport1 gab es im kürzlich geschlossenen Transferfenster mehrere Interessenten für Sarr aus Italien, Frankreich und der Türkei, bei den Bayern ging aber kein konkretes Angebot ein. Im vergangenen Winter gab es ebenfalls Interessenten aus Italien und der Türkei, und auch sein ehemaliger Verein Olympique Marseille soll eine Rückkehr in Erwägung gezogen haben. Keiner der potenziellen Käufer war jedoch in der Lage, das hohe Gehalt des Rechtsaußen zu zahlen.

Bouna Sarr stand in der vergangenen Bundesliga-Saison nur eine knappe Stunde auf dem Spielfeld

Sarr verdient beim FCB angeblich 2,5 Millionen Euro im Jahr und ist damit einer der am schlechtesten verdienenden Spieler im Kader. Im Vergleich zu den Gehältern bei durchschnittlichen Profivereinen ist der Betrag allerdings hoch. Ein weiteres Hindernis für einen Abgang ist die Vertragsdauer, denn bei seinem Transfer, den sich die Bayern 8 Millionen Euro kosten ließen, erhielt Sarr einen Vertrag bis 2024.

Was die Spielzeit anbelangt, so ist Sarr seit seiner Ankunft der klare Verlierer. In dieser Bundesligasaison ist er noch kein einziges Mal zum Einsatz gekommen, während er in der letzten Spielzeit fünfmal eingewechselt wurde und insgesamt 59 Minuten im deutschen Oberhaus auf dem Platz stand. 

Bouna Sarr beim FC Bayern: Chefcoach Nagelsmann sieht ihn nicht mehr als Abwehrspieler

Wie löst der FC Bayern nun also das Problem mit dem Ersatzspieler? Coach Julian Nagelsmann scheint zu versuchen, eine geeignete Rolle für Sarr zu finden. Auf der jüngsten Pressekonferenz lobte der Cheftrainer den Spieler sogar für seine Trainingsleistungen und überraschte alle mit einer Erklärung. Nagelsmann sieht Sarr „eher einen Tick weiter vorne“ und erklärte: „Rechts im Mittelfeld. Weil er sehr viel dribbelt und sehr viel Risiko nimmt in seinen Aktionen, er hat ein sehr gutes Tempodribbling, kreative Lösungen, einen guten Zug zum Tor.“

Der enge Freund von Sadio Mané ist laut dem Übungsleiter kein „klassischer Verteidiger, auch wenn er da in der Nationalmannschaft spielt und so zu Bayern München gekommen ist. Ich finde, das ist nicht seine beste Position, weiter vorne ist er besser.“ Ob Nagelsmann seinem Spieler mit der Umstellung etwas Gutes tut, ist höchst zweifelhaft, zumal er ihm mit den Aussagen indirekt seine Defensivqualitäten abspricht. Im rechten Mittelfeld hätte es Sarr mit den Weltklasse-Flügelspielern Kingsley Coman und Serge Gnabry zu tun. Die Chancen für ein weiteres Auftreten dürften daher gegen Null tendieren. (ajr)

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