Fußball-Bundesliga: Hannover heute gegen Wolfsburg / AWD-Arena nicht ausverkauft

Von Brisanz keine Spur

Eine Lehrstunde für die Wölfe: Am zweiten Spieltag der Vorrunde gewann Hannover in der VW-Arena mit 4:0. Karim Haggui (Mitte) und Artur Sobiech (re.) glänzten als Torschützen. Heute steigt in der AWD-Arena das Rückspiel. Foto: dpa

Hannover/ Wolfsburg. Nachbarschaftsduelle wie das heutige Bundesligaspiel zwischen Hannover 96 und dem VfL Wolfsburg (15.30 Uhr) haben immer ihren speziellen Reiz. Doch so brisant wie das Ruhrpott-Duell zwischen Dortmund und Schalke ist das Niedersachsenderby lange nicht. Beide Klubs pflegen ein gutes Miteinander, Kampfansagen sind deshalb selten. Und heute spricht auch die Tabellenkonstellation dagegen, dass ganz Fußball-Deutschland gebannt auf das Derby in der AWD-Arena blickt.

„Wir sind froh, dass wir uns endlich wieder vor eigenem Publikum präsentieren können – und das gleich gegen den VfL Wolfsburg. Das ist eine besondere Herausforderung“, unterstreicht 96-Trainer Mirko Slomka die Bedeutung der Partie. Hannovers Coach hat derzeit alle Hände voll zu tun, die wacklige Defensive des zweimaligen Europa-League-Teilnehmers, der auf den elften Rang abgerutscht ist, endlich in den Griff zu bekommen. Beim 4:5 auf Schalke wurde das gründlich verfehlt.

96-Neuer vor Startelf-Debüt

Noch wesentlich mehr lief in den vergangenen Jahren beim niedersächsischen Nachbarn schief. Der neue Manager Klaus Allofs muss derzeit mehrere Baustellen bearbeiten. Er muss vorrangig den Kader verkleinern. Am Donnerstag wurde der Vertrag mit Verteidiger Hrvoje Cale aufgelöst. Emanuel Pogatetz, der im vergangenen Sommer aus Hannover kam, steht schon wieder vor dem Absprung. Angeblich sollen Vereine aus England an dem österreichischen Nationalspieler, der in der Wolfsburger Rangliste für Innenverteidiger nur den vierten Rang belegt, interessiert sein.

Anders als der Nachbar feierten die Wölfe mit dem 2:0 über Stuttgart einen erfolgreichen Rückrundenstart und kletterten durch den zweiten Heimsieg auf den 13. Rang. Für Manager Allofs aber nur ein erster Schritt in eine erfolgreichere Zukunft des Meisters von 2009. „Wir wollen weiter punkten, weiter gewinnen, um uns dorthin zu orientieren, wo wir uns selbst gerne sehen würden.“ Mit einem Sieg kann der VfL heute an 96 vorbeiziehen.

Bei Hannover könnte der in dieser Woche verpflichtete Innenverteidiger Sébastien Pocognoli sein Startelf-Debüt geben. Fehlen wird dagegen der gelbgesperrte Mittefeldspieler Sergio da Silva Pinto. Eine Nachricht, die Wolfsburgs Spielmacher Diego nach dem 0:4-Debakel im Hinspiel gerne vernommen hat. VfL-Trainer Dieter Hecking kann wieder auf den zuletzt gesperrten Naldo zurückgreifen. Nach seiner guten Leistung und einem Kopfballtor gegen Stuttgart dürfte in der Innenverteidigung aber Alexander Madlung neben Simon Kjaer beginnen. Gut möglich zudem, dass Bas Dost im Sturm den Vorzug vor Ivica Olic erhält.

Die gute Nachricht für alle kurzentschlossenen Fans des Niedersachsenderbys: Es gibt noch Karten. Hannover erwartet heute nur rund 40 000 Besucher in der AWD-Arena.

Von Ralf Walle

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