Nach 0:1

Bruchhagen gelassen in Gisdol-Frage - Jung-Sperre

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HSV-Boss Heribert Bruchhagen glaubt weiter an die Wende. Foto: Marius Becker

Der HSV bricht einen Minusrekord nach dem nächsten - doch die HSV-Führung hält an Gisdol fest und glaubt weiter an die Wende. Vorstandsboss Bruchhagen setzt nach dem kämpferischen 0:1 gegen die Bayern auf Geschlossenheit. Nur die Sperre für Jung nervt alle.

Hamburg (dpa) - Heribert Bruchhagen erwartet extrem stürmische Zeiten beim Hamburger SV - die Ruhe will er trotz der Minusserie von sieben Spielen ohne Sieg aber nicht verlieren.

"Wir wissen, dass wir ganz viel tun müssen, um uns zu verbessern. Wir sind weit davon entfernt, hier in irgendeiner Weise panisch zu werden oder zu resignieren. Wir haben im vergangenen Jahr zeigen müssen, dass wir mit Geschlossenheit viel erreichen können", sagte der Vorstandsvorsitzende der Hanseaten in der Sport1-Sendung "Doppelpass". Zu einem möglichen Trainerwechsel von Markus Gisdol wollte er sich nicht erneut äußern: "Die Frage ist ermüdend." Der HSV hatte am Samstag knapp 0:1 (0:0) in einem kämpferischen Fight gegen den FC Bayern München verloren.

"Kontinuität ist schon immer gut gewesen. Ich finde gut, dass hier mit Ruhe gehandelt wird", sagte Idol Uwe Seeler der Deutschen Presse-Agentur. Der 80-Jährige lobte die Vereinspolitik, mahnte aber zugleich: "Ich will mich nicht einmischen, aber es müssen auch langsam die Punkte her." Besonders viele Sorgen bereitet Seeler die schwache Torausbeute. Der HSV hat erstmals in vier Heimpartien hintereinander nicht getroffen.

"Wir hatten zu Hause Borussia Dortmund, wir hatten Leipzig und den FC Bayern, dazwischen Werder Bremen, das ist ja keine Landkundschaft", verteidigte Bruchhagen die besorgniserregende Zwischenbilanz. Die Sorgen werden für Gisdol vor der Reise zu Hertha BSC nach dem umstrittenen Platzverweis von Gideon Jung aber nicht kleiner. "International ist das sowieso nicht Rot", schimpfte Bruchhagen, der mit einem Spiel Sperre nach dem Foul an Kingsley Coman rechnet.

Auch für Gisdol wäre nach dem harten Einsteigen Gelb ausreichend gewesen, HSV-Verteidiger Dennis Diekmeier glaubte sogar an Benachteiligung: "Hummels oder Boateng hätten für die Szene keine Rote Karte gesehen", behauptete er. Jung selbst betonte, dass er Coman nicht verletzen wollte: "Ich versuche nicht, in die Beine zu grätschen, der Ball ist in unmittelbarer Nähe." Er sei einer der Besten in den vergangenen Wochen gewesen, sein Ausfall wiege schwer, erklärte HSV-Sportdirektor Jens Todt.

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