Die neue Saison beginnt

HNA-Bundesliga-Check: 1. FC Köln

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Er erdet die Kölner und sorgt trotzdem für Spaß: Trainer Peter Stöger, hier im Karneval.

Kassel. Was hat der 1. FC Köln mit Lyon zu tun? Nun, das ist ganz einfach: Lyon ist 2018 der Finalort der Europa League – und somit potenzielles Reiseziel für Effzeh-Anhänger.

Die traditionell euphorisierten Kölner sind nach dem Einzug ins internationale Geschäft so voller Adrenalin, dass sie selbst den Weggang ihres Lieblings und Dauertorschützen Anthony Modeste einfach weggeschunkelt haben. Lyon also? Logo!

  1. Neue und Neues: Anthony Modeste ist weg, aber mit den 35 Milliönchen aus China kaufte der FC Ersatz: Stürmer Jhon Cordoba kam für 16 Millionen Euro aus Mainz. Die Ablöse reichte aber nicht, um das „h“ von Jhon auch noch an die richtige Stelle setzen zu lassen. Außenverteidiger Jannes Horn wechselte für sieben Millionen aus Wolfsburg an den Rhein. Hinzu kommen die Verteidiger Jorge Meré und Joao Queiros.
  2. Stars und Sternchen: Der FC ohne Modeste ist ein Sammelsurium aus vielen, denen der Durchbruch gelingen könnte: Torwart Timo Horn, Innenverteidiger Dominique Heintz, die schnellen Außenverteidiger Lukas Klünter und Jannes Horn, Mittelfelddribbler Leonardo Bittencourt und Stürmer Jhon Cordoba. Hinzu kommt ein Star, der keiner sein möchte: Nationalspieler Jonas Hector, der die Zentrale organisieren soll.
  3. Trainer und Taktik: Das Fußballmagazin „11 Freunde“ konfrontiert vor jeder Saison Protagonisten eines jeden Vereins mit einer steilen These. Die Protagonisten widersprechen in der Regel ziemlich ausführlich. Peter Stöger, den Trainer des 1. FC Köln, begrüßten die Macher des Magazins im Abstiegskampf: wegen der Mehrfachbelastung und überhaupt. Stöger antwortete: „Danke schön.“ Stöger bleibt in einem stets zur Hysterie neigenden Umfeld ein Ruhepol, der die Kölner erdet, sie aber trotzdem von Lyon träumen lässt.

Er geht ins fünfte Jahr, so lange wie er war bisher noch kein Trainer am Stück beim FC – ein kleines Wunder. Das liegt aber auch daran, dass der Österreicher in seiner taktischen Arbeit oft unterschätzt wird. Der FC tritt variabel auf: mal Dreierkette, mal Viererkette, mal ein Stürmer, mal zwei Stürmer – alles geht.

Die Prognose: Köln ist nicht zu unterschätzen

Der überraschende Platz fünf in der vergangenen Saison scheint nicht wiederholbar zu sein. Trotzdem darf niemand dieses junge, noch entwicklungsfähige Team der Kölner unterschätzen. Und was wird mit dem Finale der Europa League in Lyon? Natürlich nichts.

Der 1. FC Köln landet im HNA-Bundesliga-Check auf dem achten Platz.

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