Die neue Saison beginnt

HNA-Bundesliga-Check: Borussia Mönchengladbach

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Will noch häufiger jubeln: Lars Stindl.

Kassel. Graues Mittelmaß: Diese Zeiten sollten in Mönchengladbach eigentlich der Vergangenheit angehören, aber in der vergangenen Saison landete die Borussia auf dem neunten Tabellenplatz.

Mehr Mittelmaß geht nicht. Und schon wären wir bei der guten Nachricht. Es kann nur besser werden.

  1. Neue und Neues: Die drei Top-Transfers heißen Matthias Ginter (kommt von Borussia Dortmund und kostet 17 Millionen Euro), Denis Zakaria (Young Boys Bern/10 Millionen) und Vincenzo Grifo (SC Freiburg/6 Millionen). Während Ginter und Zakaria die großen Fußstapfen von Christensen und Dahoud ausfüllen müssen, kommt Grifo praktisch als Zubrot dazu.
    Das grundsätzlich Neue ist etwas sehr Altes, denn die Gladbacher machen ihrem Beinamen „Fohlen“ wieder alle Ehre. Reece Oxford (18/West Ham United), Julio Villalba (18/Porteno Asuncion) und Mickael Cuisance (17/AS Nancy) sind Investitionen in die Zukunft, und Christoph Kramer wundert sich, dass er mit 26 schon zu den Alten gehört.
  2. Stars und Sternchen: Spätestens seit dem Confed Cup wissen wir, dass Lars Stindl Starpotenzial hat. Wenn Raffael gesund ist und Lust auf Fußball hat, dann ist auch er ein Großer. Hinzu kommen die Weltmeister Kramer und Ginter. Als Sternchen gehen natürlich vor allem die schon erwähnten Teenager durch, aber auch Hofmann Traoré und Hazard sind noch nicht am Ende ihrer Entwicklung angelangt.
  3. Trainer und Taktik: Dieter Hecking wird sich gern an die Saison 2014/2015 erinnern, in der er Coach des VfL Wolfsburg war und an deren Ende die Vize-Meisterschaft und der DFB-Pokalsieg standen. Der 52-Jährige hat also mittlerweile bewiesen, dass er große Erfolge feiern kann, wenn er talentierte und willensstarke Spieler zur Verfügung hat. Christensen und Dahoud wird er vermissen, aber der Mann, der von 1985 bis 1990 Spieler des KSV Hessen war, sagt auch, dass er mit seinem Kader sehr zufrieden ist.

4-2-2-2 heißt das von Hecking favorisierte System. Dabei sind die beiden defensiven Mittelfeldspieler etwas zentraler aufgestellt als ihre offensiven Kollegen. Vorn sind Raffael und Stindl spielstarke Angreifer, die einen echten Mittelstürmer ersetzen sollen.

Die Prognose: Es reicht für die Europa League

Der neunte Platz genügt sicher nicht den Gladbacher Ansprüchen, aber es ist unwahrscheinlich, dass der große Sprung auf einen Champions-League-Platz gelingt. Die Qualifikation für einen Europa-League-Platz ist aber wohl drin. „Besser als in der vergangenen Saison“, heißt das Ziel.

Borussia Mönchengladbach landet im HNA-Bundesliga-Check auf dem sechsten Platz.

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