Die neue Saison beginnt

HNA-Bundesliga-Check: Eintracht Frankfurt

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Hat den Überblick: David Abraham.

Kassel. Einen umfangreichen personellen Umbruch wie vor dieser Saison musste Eintracht Frankfurt auch schon vor einem Jahr bewältigen.

Anders als damals droht diesmal zusätzlich der Verlust einer der wenigen verbliebenen Identifikationsfiguren.

  1. Neue und Neues: Musste sich der Vorstand um Fredi Bobic im Sommer 2016 den Vorwurf gefallen lassen, zu viele Spieler auszuleihen und somit nicht selbst Werte schaffen zu können, so griff die Eintracht diesmal tief in die Kasse und band nicht zuletzt Sebastien Haller an sich.
    Der Franzose vom FC Utrecht ist mit geschätzten sieben Millionen Euro der teuerste Einkauf der Klubgeschichte. Noch immer nicht beendet, obwohl es mehrmals den Anschein hatte, ist das unsägliche Wechseltheater um Torhüter Lukas Hradecky. Der Vertrag des Finnen läuft bis 2018, die Eintracht möchte vorzeitig verlängern. Geht der 27-Jährige, verliert die Eintracht einen ihrer beliebtesten Spieler. Was umso schlimmer wiegen würde, weil es kaum noch Identifikationsfiguren im Team gibt. Alexander Meier (34) und Marco Russ (32) sind nicht mehr gesetzt.
  2. Stars und Sternchen: Große Stücke setzen die Frankfurter auf den mexikanischen Innenverteidiger Carlos Salcedo und die Niederländer Jonathan de Guzman und Jetro Willems. Einen guten Eindruck hinterließ bisher auch der junge Serbe Luka Jovic. Als unersetzlich in der neu formierten Elf gilt nur Abwehrchef David Abraham.
    Der Kasseler Marc Stendera kämpft nach verletzungsbedingten Rückschlägen während der Vorbereitung noch um einen Stammplatz. Um einen klangvollen Namen reicher wurde die Bundesliga durch Nelson Mandela. Der 18-jährige Kameruner kommt aus der Jugend der Eintracht.
  3. Trainer und Taktik: Taktisch präsentierte sich Trainer Niko Kovac in der vorigen Saison meist sehr flexibel und bevorzugte verschiedene Systeme. Konstanz legte er im Sturm an den Tag. Meist griff die Eintracht mit nur einer Spitze an. Sowohl Hrgota als auch Seferovic rissen dabei keine Bäume aus. Nun versucht es Kovac mit der Doppelspitze. Allerdings empfahl sich keiner der Angreifer so nachhaltig, dass der Trainer an ihm nicht vorbeikäme. Auch nicht Sieben-Millionen-Mann Haller.

Die Prognose: Mehr als das untere Mittelfeld ist kaum drin

Die obere Tabellenhälfte scheint für die personell wiederum stark umgekrempelte Eintracht kaum zu erreichen. Schlagen die Neuzugänge ein, sollte sie jedoch ohne allzu große Nöte den Klassenerhalt schaffen. Ein Platz im unteren Mittelfeld der Tabelle ist realistisch.

Eintracht Frankfurt landet im HNA-Bundesliga-Check auf Platz 13.

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