Die neue Saison beginnt

HNA-Bundesliga-Check: Hannover 96

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Entspannt: Philipp Tschauner (links) und Matthias Ostrzolek. Um den Verein gab es aber viel Aufregung.

Kassel. Als der direkte Wiederaufstieg perfekt war, schallte Fury in the Slaughterhouse mit „Won’t forget these days“ durch die HDI-Arena in Hannover. Tage, an denen der Verein aufsteigt, sollen aber so schnell nicht wiederkehren.

Zum Selbstverständnis der Niedersachsen gehört die Erstklassigkeit. Da kommt die Diskussion um die Klubübernahme durch Martin Kind zur Unzeit. Zuletzt sorgten Anhänger für negative Schlagzeilen, weil sie in England für einen Spielabbruch sorgten. 96 ist kurz vor dem Saisonstart auf der Suche nach der nötigen Ruhe.

  1. Neue und Neues: Sportdirektor Horst Heldt hat einen ordentlichen Job gemacht. Mit Matthias Ostrzolek, Pirmin Schwegler, Michael Esser und Julian Korb wurde viel Bundesligaerfahrung verpflichtet. Ausgaben von fünf Millionen Euro sind überschaubar. Dazu kommen Perspektivspieler wie Tom Baller und Yousef Emghames.
    Der Altlast Mevlüt Erdinc hat sich der Klub endlich entledigt. Der einst als Königstransfer gefeierte Stürmer ging ablösefrei in die Türkei. Doch seine Position ist die einzige, die noch Sorgen bereitet. Martin Harnik hat in Liga zwei überzeugt. Ob er das auch noch im Oberhaus schafft, muss aber bezweifelt werden. Einzige echte Alternative ist Niclas Füllkrug. Gesucht wird noch ein Knipser, der für zehn bis 15 Tore gut ist.
  2. Stars und Sternchen: Mit Blick auf den Kader der Hannoveraner steht dennoch Harnik im Blickpunkt. Der 30 Jahre alte Österreicher hat mit Abstand die meiste Erfahrung im Team. Abwehrchef Salif Sané ist unersetzbar – am ersten Spieltag aber noch gesperrt.
    Sternchen sollte eigentlich Noah Joel Sarenren Bazee sein. Der 20 Jahre alte Außenspieler hat Talent und Tempo, ist allerdings wieder verletzt und wird erst einmal fehlen.
  3. Trainer und Taktik: André Breitenreiter hat seinen ersten Auftrag erfolgreich erfüllt – der Wiederaufstieg ist geschafft. Der 43-Jährige, der aus dem von Hannover zehn Kilometer entfernten Langenhagen stammt, war der Wunschtrainer der Klubführung und soll nun den Klassenerhalt sichern. In der Vorbereitung ließ er die Dreierkette trainieren, erwartet wird 96 aber im gewohnten 4-4-2-System. Im Duell der Torhüter hat Neuzugang Michael Esser wohl knapp die Nase vorn – Philipp Tschauner droht zunächst die Bank.

Die Prognose: Spannend bis zum letzten Spieltag

Für die Niedersachsen wird die Rückkehr in die Bundesliga alles andere als ein Spaziergang. Der Kader ist nicht schlecht besetzt, die Konkurrenz aber groß. Hannover wird bis zum Schluss um den Klassenerhalt bangen müssen. Denkbar, dass eine Entscheidung erst am letzten Spieltag fällt – und es dann wieder runter geht.

Hannover 96 landet im HNA-Bundesliga-Check auf dem vorletzten Platz.

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