Heimsieg über Schalke 04

Dank Niederlechner: Freiburgs Europacup-Traum lebt

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Freiburger Freude: Christian Günter und Janik Haberer feiern den Doppeltorschützen Florian Niederlechner (v. l.).

Freiburg - Florian Niederlechner hat sich einmal mehr als Schalke-Schreck erwiesen und den SC Freiburg zum Heimsieg geschossen. Für die „Knappen“ bedeutet das den nächsten Rückschlag.

Schalke-Schreck Florian Niederlechner hat mit seinem Doppelpack die Europacup-Hoffnungen von S04 wohl endgültig zunichte gemacht - Königsblau steht vor dem trostlosen Ende einer total verkorksten Saison. Die schwachen Schalker unterlagen am drittletzten Spieltag der Fußball-Bundesliga sang- und klanglos mit 0:2 (0:2) beim SC Freiburg und waren mit dem Ergebnis noch gut bedient.

Im Gegensatz zu Schalke auf Platz zehn (41 Punkte) kann der Aufsteiger als Fünfter (47) langsam für das internationale Geschäft planen. Niederlechner, der in der 22. und 31. Minute (Foulelfmeter) traf, hatte schon beim 1:1 im Hinspiel das Freiburger Tor erzielt.

Höhepunkte lassen auf sich warten

Die 24.000 Zuschauer im ausverkauften Schwarzwaldstadion sahen zu Beginn eine Partie ohne echte Höhepunkte. Immerhin war den Schalkern in den ersten Minuten anzumerken, dass der Appell ihres Trainers Markus Weinzierl ("Jetzt geht es um alles") bei ihnen angekommen war. Die Gäste, die ohne Max Meyer, Alessandro Schöpf, Abdul Rahman Baba, Naldo, Eric-Maxim Choupo-Moting und Breel Embolo auskommen mussten, gingen engagiert zu Werke.

Trotz ihrer optischen Überlegenheit schafften es die Schalker zunächst nicht, für Gefahr vor dem Freiburger Tor zu sorgen. Die Breisgauer, bei denen Kapitän Mike Frantz, Caglar Söyüncü und Marc Torrejon fehlten, konzentrierten sich erst einmal auf die Defensive. Diese Taktik ging auf. Auch nach rund einer Viertelstunde hatten die Gastgeber keine Chance zugelassen.

Niederlechner trifft auf Vorarbeit von Haberer

Mit der defensiven Sicherheit im Rücken wurden die Freiburger mit zunehmender Spieldauer auch mutiger in der Offensive. Das wurde sofort belohnt. Niederlechner erzielte nach Vorarbeit von Jannik Haberer sein zehntes Saisontor. Die Schalker Abwehr sah bei dem Gegentor ganz schlecht aus.

Elf Minuten später war der Leihspieler vom Ligarivalen FSV Mainz 05, den der Sport-Club unter der Woche fest verpflichtet hat, wieder erfolgreich. Diesmal traf der 26 Jahre alte Angreifer vom Elfmeterpunkt. Zuvor hatte Sead Kolasinac den Freiburger Maximilian Philipp von den Beinen geholt - Schiedsrichter Robert Kampka (Mainz) entschied auf Strafstoß. Bis zum Ende der ersten Hälfte kam von Schalke nicht mehr viel.

Schalke nur personell offensiver

Nach dem Seitenwechsel setzte Weinzierl alles auf eine Karte und brachte Torjäger Klaas-Jan Huntelaar für Mittelfeldspieler Benjamin Stambouli. Die Maßnahme brachte zunächst nicht den gewünschten Erfolg. Die Freiburger waren bei ihren Kontern weitaus gefährlicher als die harmlosen Gäste. Nach einer Stunde lag der dritte SC-Treffer in der Luft.

Erst in der 65. Minute verzeichneten die Schalker ihre erste echte Chance, Leon Goretzka prüfte SC-Torwart Alexander Schwolow aus der Distanz. Mehr kam in der Offensive allerdings erst einmal nicht - stattdessen vergab der eingewechselte Nils Petersen zweimal die Vorentscheidung für den SC (70. und 73). In der 75. Minute wurde Niederlechner unter großem Applaus der Zuschauer ausgewechselt. Anschließend vergab Freiburg noch einige ausgezeichnete Möglichkeiten.

Beste Spieler aufseiten der Freiburger waren Niederlechner und der Albaner Amir Abrashi. Bei Schalke konnten Nabil Bentaleb und Goretzka einigermaßen überzeugen.

sid

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