Die neue Saison beginnt

HNA-Bundesliga-Check: SC Freiburg

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Wieder der beste Joker der Liga? Nils Petersen.

Kassel. Die Freude war nicht sehr überschwänglich im Breisgau, als der SC Freiburg in der Vorsaison auf einem Qualifikationsplatz zur Europa League landete.

Die Zusatzbelastung durch einen dritten Wettbewerb und eine verkürzte Vorbereitung wurden eher als Hypothek für die neue Bundesligasaison gesehen. Nachdem die Qualifikation für Europa gescheitert ist, will man alle Kräfte für den Bundesliga-Klassenerhalt bündeln.

  1. Neue und Neues: Mit vielen neuen Spielern kann der SC Freiburg in dieser Saison nicht aufwarten. Der österreichische Jungnationalspieler Philipp Lienhart (21) wurde – immerhin – von Real Madrid ausgeliehen, wo er im B-Team spielte. Er soll die Innenverteidigung verstärken, wo der begabte Caglar Söyüncü noch zu viele Fehler macht. Von Leicester City kommt der polnische Mittelfeldspieler Bartosz Kapustka (20), vom Zweitligisten Heidenheim der Stürmer Tim Kleindienst (21).
  2. Stars und Sternchen: Es ist das Schicksal des SC Freiburg, nach jeder Saison seine besten Spieler an Spitzenclubs zu verlieren. Diesmal wurden Mittelfeldstratege Vincenzo Grifo (Borussia Mönchengladbach) und Angreifer Maximilian Philipp (Borussia Dortmund) weggekauft. Doch mit U-21-Europameister Janik Haberer, Florian Niederlechner und Jokerkönig Nils Petersen ist die Offensive noch gut besetzt. Und in der Abwehr dürfte U-21-Nationalspieler Marc-Oliver Kempf nach den Erfahrungen der Europameisterschaft an Sicherheit gewonnen haben.
  3. Trainer und Taktik: Unter Christian Streich, dem mittlerweile am längsten amtierenden Bundesligatrainer, hat sich der SC Freiburg zu einem der lauf- und kampfstärksten Teams der Bundesliga entwickelt und an Heimstärke gewonnen. Nach wie vor ist die Abwehr die größte Baustelle – trotz des starken Torhüters Alexander Schwolow. Dass Freiburg in der Vorsaison viele enge Spiele für sich entschied oder unentschieden gestaltete, spricht für die mentale Stärke des Teams. Allerdings haben Kapitän Julian Schuster (32), Angreifer Karim Guedé und der Ex-Stuttgarter Verteidiger Georg Niedermeier als Ü-30er ihren Leistungszenit wohl überschritten. Eine Stärke Freiburgs: Man lässt sich nicht so leicht nervös machen.

Die Prognose: Wenn’s gut läuft, ist Abstieg kein Thema

Einen einstelligen Tabellenplatz wie in der Vorsaison zu erreichen, dürfte dem SC in dieser Meisterschaftsrunde angesichts starker Konkurrenz kaum gelingen. Wegen des frühen Ausscheidens in der Euro-League ist ein gesicherter Tabellenplatz in der Bundesliga wohl erreichbar.

Der SC Freiburg landet im HNA-Bundesliga-Check auf dem 14. Platz.

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