Die neue Saison beginnt

HNA-Bundesliga-Check: VfB Stuttgart

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Ein Hoffnungsträger und ein Neuer: Josip Brekalo (links) gilt als einer der Gewinner der Vorbereitung beim VfB Stuttgart. Holger Badstuber war zuletzt vereinslos und soll, wenn fit, die Innenverteidigung stärken. Foto: 

Kassel. Nach einem Jahr Zweitklassigkeit ist der VfB Stuttgart wieder dort, wo er hingehört: in der Bundesliga.

Stärker denn je ist das neue Wir-Gefühl, das den VfB durch die Zweite Liga getragen hat. Mehr als 50.000 (!) Fans sorgten für den besten Zuschauerschnitt, den je ein Zweitligist hatte. Doch jetzt, nach der umjubelten Rückkehr, müssen sich die Schwaben in Liga eins neu beweisen.

  1. Neue und Neues: Sie heißen Ailton, Akolo, A. Donis, Burnic und Mangala. Sie kommen aus aller Herren Länder, sind jung – und allesamt Perspektivspieler. Das soll unter anderem Sportvorstand Jan Schindelmeiser – dem Baumeister des Aufstiegs – in der vergangenen Woche das Genick gebrochen haben. Dessen Nachfolger Michael Reschke darf jetzt noch einmal für 15 Millionen Euro einkaufen, um die für die Defensive dringend benötigten Verstärkungen zu finden. Mit Torhüter Ron-Robert Zieler und Holger Badstuber hat der VfB bislang nur zwei bundesligaerfahrene Routiniers verpflichtet.
  2. Stars und Sternchen: Mannschaftskapitän Christian Gentner ist das ewige Gesicht des VfB. Aber als Star geht der introvertierte 32-Jährige, ebenso wie seine Teamkollegen, nicht durch. Die Gewinner der Vorbereitung sind auf den offensiven Außenbahnen zu finden: Josip Brekalo (19) und Chadrac Akolo (22) sollen ordentlich Dampf machen.
  3. Trainer und Taktik: „Wir sind gekommen, um zu bleiben“, stellt Stuttgarts junger Trainer Hannes Wolf (36) klar – räumt aber ein, dass man die Bundesliga mit Demut angehen werde. Mit viel Geschwindigkeit will der VfB seinen Gegnern im 4-2-3-1-System zusetzen. Dafür aber braucht es mehr Ballsicherheit als zuletzt in Liga zwei.

Im Tor dürfte sich Zieler gegenüber Mitch Langerak durchsetzen. Die Innenverteidigung sollten Timo Baumgartl und Badstuber (falls verletzungsfrei?!) bilden. Spannend ist das Gerangel um die zentrale Position hinter Zweitliga-Torschützenkönig Simon Terodde. Um diesen Platz streiten sich Takuma Asano, A. Donis und Daniel Ginczek.

Die Prognose: Der Klassenerhalt ist realistisch

Der VfB geht nicht mit dem typischen Selbstverständnis eines Aufsteigers in die Saison, auch wenn Trainer Hannes Wolf zu Demut mahnt. Für den Zweitliga-Champion kann es nur um den Klassenerhalt gehen. Drei Teams sollte der dreimalige Deutsche Meister aber hinter sich lassen können. Wenigstens.

Der VfB Stuttgart landet im HNA-Bundesliga-Check auf dem 15. Platz.

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