Die neue Saison beginnt

HNA-Bundesliga-Check: VfL Wolfsburg

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Der Star des VfL Wolfsburg: Mario Gomez.

Kassel. Anspruch und Wirklichkeit waren in der vergangenen Saison bei vielen Klubs weit voneinander entfernt. Aber nirgendwo war die Enttäuschung größer als beim VfL Wolfsburg.

Denn der Champions-League-Anwärter wäre um ein Haar abgestiegen. In dieser Saison soll vieles anders und alles besser werden. Allerdings müssen sich die Wolfsburger im Vergleich zum Testspiel beim KSV Hessen (2:0) erheblich steigern.

  1. Neue und Neues: Der VW-Klub muss mit den Millionen-Kürzungen des Eigners zurechtkommen, aber darben muss er nicht. So leisten sich die Wolfsburger den Herthaner John Anthony Brooks für 20 Millionen Euro. Innenverteidiger Brooks soll ebenso die Defensive stabilisieren wie Ignacio Camacho. Der Spanier vom FC Malaga ist ein Sechser und war für 10 Millionen zu haben. Genauso teuer war der belgische Stürmer Landry Dimata. Der ist erst 19 und somit eher eine Investition für die Zukunft als für diese Saison. Neu ist auch das Motto, denn Manager Olaf Rebbe sagt: „Ein bisschen Demut tut uns gut.“
  2. Stars und Sternchen: Mario Gomez ist zwar ein umstrittener Stürmer, aber fraglos der Star des VfL. Der in Kassel aufgewachsene Yunus Malli muss spätestens in dieser Saison zeigen, dass er Starpotenzial hat. Zu den Sternchen zählt der schon erwähnte Landry Dimata ebenso wie Felix Uduokhai. Der 19-jährige Innenverteidiger ist in Annaberg im Erzgebirge aufgewachsen und hat zuletzt für 1860 München gespielt. Die Reihe der Sternchen komplettiert der 22-jährige brasilianische Außenverteidiger William.
  3. Trainer und Taktik: Der Holländer Andries Jonker darf in Wolfsburg weiterarbeiten, obwohl er die Mannschaft beinahe zum Abstieg geführt hätte. Der 54-Jährige hat sich vor allem als Co-Trainer einen Namen gemacht. Assistent war Jonker schon beim FC Barcelona, Bayern München und dem FC Arsenal. Der Trainer besteht nicht auf dem in den Niederlanden bevorzugten 4-3-3-System, sondern lässt den VfL das in der Bundesliga übliche 4-2-3-1 spielen. Neben Camacho kämpfen Maximilian Arnold und Josuha Guilavogui um die zweite Sechserposition, während sich Malli im offensiven zentralen Mittelfeld gegen Daniel Didavi behaupten muss.

Die Prognose: Es wird ein Platz im Mittelfeld

Wenn der VW-Klub in der Lage ist, aus Fehlern zu lernen, dann wird er viel besser abschneiden als in der vergangenen Saison. Zwischen den eigenen Ansprüchen und dem drittletzten Tabellenplatz ist viel Luft. Diesmal wird der VfL vermutlich in der Mitte der Tabelle landen.

Der VfL Wolfsburg landet im HNA-Bundesliga-Check auf dem neunten Platz.

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