Junge aufstrebende Spieler 

Von Sancho bis Lukebakio: Sie sind die neuen Stars der Bundesliga

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Frankfurts aufgehender Stern: Der Serbe Luka Jovic schaffte in dieser Saison den Durchbruch in der Bundesliga und begeistert. 

Die prägenden Gesichter der Fußball-Bundesliga, sie hießen in den vergangenen Jahren Robert Lewandowski, Pierre-Emerick Aubameyang und Manuel Neuer.

Doch manche haben mittlerweile die Liga verlassen, andere befinden sich im Formtief. Eine neue Gruppe junger und frischer Spieler mischt derzeit das deutsche Oberhaus auf. Eine Auswahl:

Durchbruch geschafft: Jadon Sancho. 

• Sancho, Alcácer, Hakimi, Witsel – Dortmund: Beim Tabellenführer aus Dortmund ist ja mittlerweile fast alles jung. Und im Sommer kam viel Neues dazu. Über den Superjoker Paco Alcácer (25) aus Spanien wurden schon genug Worte verloren. Den Durchbruch geschafft hat der erst 18 Jahre alte Engländer Jadon Sancho. Der war zwar schon im vergangenen Jahr beim BVB, kam da aber nur zu Kurzeinsätzen. Ein weiterer Lichtblick ist der von Real Madrid ausgeliehene Marokkaner Achraf Hakimi (20), der den Ausfall von Ex-Kapitän Marcel Schmelzer als Linksverteidiger vergessen macht. Zudem ist mit dem Belgier Axel Witsel (29) eine weitere prägende Figur der Liga hinzugekommen.

Gladbachs Torjäger: Alassane Pléa. 

• Pléa, Hofmann – Mönchengladbach:Die zweite Borussia der Bundesliga aus Mönchengladbach besticht seit Jahren durch gutes Scouting und clevere Transfers. Alassane Pléa gehört zwar in diese Kategorie. Aber so ein richtiger Geheimtipp war er nicht. 23 Millionen Euro überwies Gladbach nach Nizza für den 25 Jahre alten Franzosen. Der Stürmer dankte es bislang mit acht Treffern in der Liga und drei Toren im Pokal. Und natürlich haben die Fohlen Thorgan Hazard und Lars Stindl, von denen gute Leistungen zum Standardrepertoire gehören. Überraschender kommt da die Leistungexplosion von Jonas Hofmann (26). Der hat mit fünf Toren und drei Vorlagen schon jetzt genauso viele oder mehr Scorerpunkte als nach jeder Saison bisher.

• Jovic, Haller – Frankfurt:Die Eintracht aus Frankfurt ist wohl die größte Überrschaung der bisherigen Spielzeit. Und das hängt vor allem mit dem magischen Dreieck in der Offensive zusammen. Während die größte Überrschung bei Ante Rebic wohl eher der Verbleib in Frankfurt war, haben der Serbe Luka Jovic (20) und der Franzose Sébastian Haller (24) noch einmal einen riesigen Sprung gemacht. Jovic führt mit zehn Treffern die Torschützenliste an, Haller folgt mit neun Toren.

• Nelson, Joelinton – Hoffenheim: Erst 18 Jahre, aber schon eine richtige Rakete: Für sechs Tore in den ersten sieben Spielen brauchte Reiss Nelson gerade einmal elf Schüsse. Der Leihspieler vom FC Arsenal ist damit ähnlich effektiv wie Dortmunds Sancho, der sein bester Kumpel ist und ihn in die Bundesliga gelotst hat. Auch Teamkollege Joelinton hat den Durchbruch geschafft. Im zweiten Versuch. Nachdem er bereits zur Saison 2015/2016 verpflichtet wurde, im Anschluss aber kaum Spielanteile bekam, wurde der 22-Jährige an Rapid Wien ausgeliehen. In 79 Partien gelangen ihm 21 Tore – und die Kraichgauer holten ihn zurück.

• Duda, Dilrosun, Lazaro – Hertha BSC: Auch wenn er derzeit im Formtief steckt, Ondrej Duda (24) legte zu Saisonbeginn los wie die Feuerwehr. In zwölf Partien traf er bereits sechsmal. Neben dem aufstrebenden Niederländer Javairo Dilrosun (20), der von Manchester City kam, ist sicher Valentino Lazaro (22) die Entdeckung bislang. Seine Vorstöße über die rechte Außenbahn sind gefürchtet.

Eggestein – Bremen: Zwei Brüder sind sie bei Werder, auf Maximilian richten sich seit Saisonbeginn die Augen. Und auch Bundestrainer Joachim Löw soll ihn schon auf dem Zettel haben. Das Bremer Eigenwächs überzeugt nicht nur durch viel Übersicht in der Spielgestaltung, er glänzt auch mit Treffern aus der Distanz. Allerdings erlebt der 21-Jährige derzeit mit den seit fünf Spielen sieglosen Bremern eine Durststrecke.

• Lukebakio – Düsseldorf: Elf Spiele, fünf Tore, so stark ist der vom FC Watford ausgeliehene Tempomacher. Gerade mal 21 Jahre alt, erlebte der Belgier steine Sternstunde beim 3:3 in München. Drei Tore gegen den großen FC Bayern – Dodi Lukebakio ist längst Kult am Rhein. Schade, dasss er für die Fortuna wohl nicht zu halten ist.

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