Die neue Saison beginnt

HNA-Bundesliga-Check: Werder Bremen

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Hat seine Vorstellungen umgesetzt und wird jetzt daran gemessen: Werder-Trainer Alexander Nouri.

Kassel. Die vordergründige Frage bei Werder Bremen ist die, ob es das Team schafft, auch schon in der Hinrunde an der Fußball-Bundesliga teilzunehmen.

Besonders in der vergangenen Saison legte die Mannschaft von der Weser einen derart schlechten Start hin, dass nach der Entlassung von Trainer Viktor Skripnik auch dessen Nachfolger Alexander Nouri schon so gut wie gefeuert war. Elf ungeschlagene Spiele in Folge retteten ihm aber den Job und Bremen den Klassenerhalt, der fast noch mit dem Einzug in den Europapokal versüßt wurde. Werder wünscht sich nun vor allem die Rückkehr zur Beständigkeit.

  1. Neue und Neues: Obwohl Torwart Felix Wiedwald maßgeblichen Anteil am Klassenerhalt hatte, wechselte er nach Leeds. Dafür kam Jiri Pavlenka (25) für drei Millionen Euro von Slavia Prag und wird die neue Nummer eins. Ansonsten hielt sich Werder eher zurück, was Spieler und große Summen anging. Jerome Gondorf (29) wechselte für 1,2 Millionen Euro aus Darmstadt, Königstransfer ist der 23-jährige Verteidiger Ludwig Augustinsson (FC Kopenhagen/4,5 Mio. Euro).
  2. Stars und Sternchen: Erst im vergangenen Winter vom FC Kopenhagen gekommen, hat Thomas Delaney (25) allemal das Zeug zum Star. Der kreative Kopf im Mittelfeld deutete seine Genialität in der Rückrunde mehr als an und bewies seine extreme Torgefährlichkeit. Auch das Experiment mit Max Kruse ist bislang äußerst positiv verlaufen, der 29-jährige Stürmer scheint im Weserstadion eine neue Heimat gefunden zu haben. Ob der aus Kassel stammende Niklas Schmidt (19) oder der von West Bromwich gewechselte Chinese Yuning Zhang (20) bereits den Sprung vom Sternchen zur echten Alternative schaffen, bleibt abzuwarten.
  3. Trainer und Taktik: Es ist ein offenes Geheimnis, dass Trainer Alexander Nouri neben der Personalie Wiedwald auch mit Serge Gnabry, der für acht Millionen Euro gen München ging, keine glückliche Beziehung pflegte. Für den 37-jährigen Coach heißt das aber, dass er nicht nur seine Muskeln spielen lassen kann, sondern nun auch liefern muss. In einem 3-5-2- beziehungsweise 5-3-2-System helfen Rechtsverteidiger Augustinsson und Mittelfeld-Neuzugang Gondorf schon weiter, den Verlust der Aushängeschilder Clemens Fritz und Claudio Pizarro zu kompensieren. Im Sturm müssen Kruse und Fin Bartels die Argumente für Nouris Verbleib liefern.

Die Prognose: Kein Zittern, aber auch kein Europa

Werder hat aus der vergangenen Saison gelernt und sich sinnvoll verstärkt. Da der Kern der Mannschaft zusammengeblieben ist, weiß das Team, was Trainer Alexander Nouri verlangt. Auch wenn die Bremer diesmal nicht zittern müssen, für den Einzug in den Europapokal wird es auch 2018 nicht reichen.

Werder Bremen landet im HNA-Bundesliga-Check auf dem zehnten Platz.

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