Der aus Kassel stammende Fußballer von Mainz 05 ist heiß begehrt

Bundesligaprofi Malli auf dem Sprung nach Dortmund?

Heiß begehrt: Yunus Malli.

Kassel. Während der Hinrunde der Bundesliga war der aus Kassel stammende Yunus Malli einer der auffälligsten Akteure.

Acht Tore erzielte der 23-Jährige, einen Treffer bereitete er vor, zudem feierte er sein Debüt in der türkischen Nationalmannschaft. Kommt jetzt der nächste Karriereschritt?

Laut Bild-Zeitung soll Borussia Dortmund Interesse an einer Verpflichtung Mallis noch in der Winterpause haben. Schon länger ist bekannt, dass auch Schalke den Kreativspieler gern nach Gelsenkirchen lotsen würde – allerdings wohl erst nach dieser Saison. Es bahnt sich also ein Pokerspiel um den Nordhessen an, zumal auch englische Klubs Malli gern in ihren Reihen sähen.

Gut möglich, dass Malli also schon in den nächsten Tagen Mainz verlässt. Was dafür und was dagegen spricht.

DAS FÜR 

• Bei einem prompten Wechsel käme in erster Linie Dortmund als neuer Klub infrage. Die Borussia hätte das Geld, Malli aus Mainz loszueisen. Billig wäre das nicht, da der Offensivspieler zwar eine Ausstiegsklausel in seinem bis 2018 laufenden Vertrag besitzt, diese aber erst ab dem Sommer greift. Die Ablösesumme soll dann zwischen neun und elf Millionen Euro liegen. Jetzt wäre Mallis Verpflichtung teurer. Die Rede ist von 15 Millionen Euro. Dortmund könnte sich Malli leisten – und daher Interesse haben, den Wechsel zu beschleunigen, um der Konkurrenz zuvorzukommen. Für Schalke wäre Malli zum jetzigen Zeitpunkt wohl zu teuer.

• In Dortmund träfe Malli auf einen Trainer, den er aus Mainz gut kennt: Thomas Tuchel. Laut Bild-Zeitung war Malli Tuchels Lieblingsschüler. Das darf zwar angezweifelt werden, weil der Mann aus Kassel erst so richtig aufblühte, als er unter Tuchels Nachfolger Martin Schmidt in Mainz voll aufblühte. Aber unbestritten ist: Tuchel kennt die Fähigkeiten Mallis, und der mitunter sensible Malli weiß, was ihn unter Tuchel erwartet.

• Malli hat das große Ziel, bei der Europameisterschaft im Sommer für die Türkei aufzulaufen. Seine Chancen auf eine Nominierung und einen Platz in der Stammelf würden noch einmal wachsen, wenn er in Dortmund auf sich aufmerksam machte. Die Möglichkeit hätte er trotz großer Konkurrenz: Mit Jonas Hofmann und Adnan Januzaj hat der BVB zwei offensive Mittelspieler gerade erst abgegeben. Platz im Dortmunder Kader wäre also vorhanden für Malli. Mit seiner filigranen Spielweise könnte er im Konzert der Künstler durchaus mitwirken.

DAS WIDER 

• Malli braucht ein intaktes Umfeld, um auf dem Platz Höchstleistungen zu zeigen. In Mainz brauchte er einige Zeit, um sich zurechtzufinden. Jetzt weiß er, was er bei den Rheinhessen hat.

• Ein prompter Wechsel hängt vom Mainzer Einverständnis ab. Von Manager Christian Heidel ist derzeit zu hören, dass er sich nur schwer vorstellen könne, Malli abzugeben. Das könnte auch folgenden Hintergrund haben: Heidel ist als Manager auf Schalke im Gespräch – und könnte im Fall eines eigenen Wechsels im Sommer Malli einfach mitnehmen nach Gelsenkirchen. Bis dahin wäre womöglich auch Platz im Schalker Mittelfeld.

• Bliebe Malli in Mainz, könnte er bis zum Sommer in Ruhe entscheiden, welcher Standort für seine Zukunft der beste ist. Im Idealfall spielt er eine gute EM. Dann gäbe es sicher noch mehr Angebote – und die Optionen wären vielfältiger.

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