Borussia Dortmund

Nach Bellingham-Verpflichtung: Diese Ballkünstler hat der BVB veredelt

Der Neue: Jude Bellingham wechselt von Birmingham zum BVB.
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Der Neue beim BVB: Jude Bellingham.

Zur Begrüßung gab es einen Evergreen der Beatles: „Hey Jude“ sangen einige Profis von Borussia Dortmund, als der 25 Millionen Euro teure Transfer von Teenie Jude Bellingham perfekt war.

Der 17-Jährige spielte bislang nur für den englischen Zweitligisten Birmingham City, hat sich aber längst einen Namen gemacht. Der ist schon so groß, dass der BVB nun zugeschlagen hat. Und das ist keine Überraschung: Schaut man in die Geschichte, dann fällt ein gewisses Muster auf. Wir blicken auf Talente, die die Westfalen verpflichteten und in den eigenen Reihen weiterentwickelten.

Ousmane Dembele

Zwölf Millionen hatte Borussia Dortmund 2016 an Stade Rennes überwiesen, um den damals 19-jährigen Flügelspieler in den Ruhrpott zu holen. Dort entwickelte er sich schnell zu einem Leistungsträger, steigerte seinen Marktwert in kürzester Zeit. Doch neben starken Leistungen auf dem Platz fiel er auch immer durch Disziplinlosigkeiten auf. Mal ernährte er sich wochenlang nur von Fast Food, mal zockte er nächtelang an der Play Station.

Der Gipfel war ein Trainingsstreik im August 2017, nachdem er vom BVB suspendiert wurde. Für 125 Millionen Euro ging der heute 23-Jährige zum FC Barcelona, sollte irgendwann einmal Lionel Messi beerben. Doch der Einkauf wurde zum größten Missverständnis in der Geschichte der Katalanen. Seit seiner Ankunft in Spanien fiel er mit insgesamt neun verschiedenen Verletzungen aus. Dembeles Vertrag läuft noch bis Sommer 2022. Kaum zu glauben, dass dieser verlängert wird.

Jadon Sancho

Noch ist er nicht weg. Aber viel spricht dafür, dass Jadon Sancho den BVB in diesem Sommer nach drei Jahren wieder verlassen wird. Drei Jahre, in denen der heute 20-Jährige vom Talent zum Superstar reifte. Zum Nationalspieler Englands. Sanchos Trumpf ist dabei Beständigkeit und ein gefestigter Charakter. Anders als Vorgänger Dembele fiel der Rechtsaußen, der bei Manchester City ausgebildet wurde, nicht groß neben dem Platz auf.

Dafür aber auf dem Feld. In seinem zweiten Jahr in Dortmund verpasste Sancho kein Ligaspiel, erzielte zwölf Tore, bereitete 17 vor. Im vergangenen Jahr waren es dann sogar 17 Tore und 17 Vorlagen in 32 Spielen. Sancho wird wohl zurück nach England gehen, zu Manchester United. Es geht nur noch um die Ablöse. Die soll bei Sancho bei 100 Millionen Euro liegen.

Christian Pulisic

Und noch einer aus der Kategorie: in Dortmund zum Weltklasse-Außen gereift. Pulisic, mittlerweile 21, kam Anfang des Jahres 2015 von den Pennsylvania Classics (USA) nach Dortmund. Er spielte ein halbes Jahr in der U17, dann ein halbes Jahr in der U19, ab Jahresbeginn 2016 dann in der Bundesliga. Auch der US-Amerikaner blieb drei Jahre Teil der BVB-Mannschaft im deutschen Oberhaus, ehe es ihn zum FC Chelsea zog. Die Engländer überwiesen 64 Millionen Euro. Für Dortmund gelangen Pulisic in 127 Spielen 19 Treffer und 26 Vorlagen.

Erling Haaland

Ein Kapitel, das noch nicht beendet ist. Anfang des Jahres stieß der Norweger Haaland von RB Salzburg für 20 Millionen Euro zum BVB. In der Bundesliga gelangen ihm auf Anhieb in 15 Partien 13 Tore. Dass der BVB überhaupt den Zuschlag bekam, liegt mit Sicherheit daran, dass er sich in den vergangenen Jahren einen so hervorragenden Ruf bei der Entwicklung talentierter Spieler erworben hat. Denn Haaland, 20 Jahre alt, hätte zu jedem Topklub wechseln können.

Giovanni Reyna

Als der BVB ihn vor einem Jahr verpflichtete, wurde der damals 16-Jährige als „Neuer Pulisic“ betitelt. Der Sohn des ehemaligen Bundesligaprofis Claudio Reyna wechselte von New York City zu den Schwarz-Gelben und legte zuletzt eine atemberaubende Entwicklung hin. Der jüngste Torschütze der DFB-Pokalhistorie ist dribbelstark und kann auf den Außen, im Halbraum oder als Zehner eingesetzt werden. Für den Amerikaner wird eine Ausbildungsentschädigung von 20 Millionen Euro fällig.

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