Champions League

BVB lässt sich von Inter einlullen

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Da fällt die Führung für Inter: Lautaro Martinez (Mitte) trifft, Roman Bürki (links) kommt zu spät, Mats Hummels guckt zu. 

Champions League, dritter Spieltag, zweiter Teil – und aus deutscher Sicht war der so lala. Leipzig gewinnt gegen St. Petersburg 2:1, Dortmund hingegen unterliegt bei Inter  0:2.

Champions League, dritter Spieltag, zweiter Teil – und aus deutscher Sicht war der so lala. RB Leipzig gewinnt am frühen Abend verdient gegen Zenit St. Petersburg 2:1 (0:1), Borussia Dortmund hingegen unterliegt bei Inter Mailand 0:2 (0:1).

Unser Schnellcheck:

Wie lief die Partie beim italienischen Traditionsklub?

Nun ja, irgendwie italienisch. Obwohl unter Zugzwang, ließen sich die Gastgeber nicht aus der Ruhe bringen. Mehr noch: Sie wirkten fast behäbig und lustlos in ihren Angriffsbemühungen. Das Verrückte daran: Die Fans im altehrwürdigen Giuseppe-Meazza-Stadion feierten ihre Mannschaft. Diese Italiener. Und die Gäste aus Dortmund, die ließen sich von dieser Gangart einlullen. Auf jeden Fall schliefen sie in der 22. Minute, als Stefan de Vrij einen Pass aus der Zentrale spielte, Lautaro Martinez den Ball wunderbar verarbeitete und zur 1:0-Führung für Inter einschob. Logisch, dass die Italiener mit ihrer Ermüdungstaktik weitermachten. Der BVB hatte erst in der Nachspielzeit der ersten Hälfte die erste nennenswerte Chance durch Jadon Sancho.

Wachte der BVB nach der Pause wenigstens auf?

Nur kurz zum Verständnis: Der BVB versteckte sich bis dahin keineswegs, fand aber keine Mittel gegen die diszipliniert und clever agierenden Mailänder. Daran änderte sich nach dem Wechsel nichts. Denn seit jeher beherrschen italienische Team eine Sache besonders gut, nämlich eine Führung zu verwalten. Zeitweise bildeten die Schwarz-Blauen eine Mauer aus acht Spielern vor dem eigenen Strafraum. Sagen wir es so: Der Unterhaltungswert bewegte sich zwischenzeitlich bedrohlich auf die Schmerzgrenze zu. Die Begegnung plätscherte irgendwann nur noch dahin. Zur Ehrenrettung der Gäste sei gesagt: Sie probierten es, gaben nicht auf. Aber es reichte einfach nicht an diesem Abend.

Wann fiel die Entscheidung?

Die Mailänder verpassten in der 82. Minute noch das 2:0, als Martinez einen Elfmeter vergab – Dortmunds Keeper Roman Bürki, dessen Einsatz lange fraglich war, parierte glänzend. In der 89. Minute nutzte Antonio Candreva einen Konter zum Endstand.

Und wie war die Live-Übertragung bei Sky?

Kommentator Kai Dittmann sagte: „Was machen die Mailänder 22 Minuten lang? Nichts. Und was machen sie nach 23 Minuten? Sie führen 1:0.“ Treffender hätte er diese Partie nicht zusammenfassen können.

Machten es denn die Leipziger besser?

Aber hallo. Auf jeden Fall zeigten sie eine bessere Leistung als beim ersten Heimspiel gegen Lyon – was aber auch keine Kunst ist. Gegen die Franzosen hatten die Sachsen sehr uninspiriert gewirkt, gegen St. Petersburg war RB die klar bessere Elf – trotz eines 0:1-Rückstands. Zenit-Akteur Yaroslav Rakitsky traf fulminant aus 25 Metern (25.). Nach der Pause belohnten sich die Gastgeber endlich für ihre Bemühungen – erst der starke Konrad Laimer zum 1:1 (49.), dann dessen österreichischer Landsmann Marcel Sabitzer mit einem fantastischen Volleyschuss in den Winkel zum 2:1 (59.). Danach ließen die Leipziger noch einiges liegen, durften sich aber über drei wichtige Punkte freuen. Lyon ist erst mal vergessen – zumindest bis zur Partie in Südfrankreich in zwei Wochen.

Gab es auf den anderen Plätzen einen Aufreger?

Ein paar Unverbesserliche hatten beim Spiel zwischen dem KRC Genk und dem FC Liverpool den Gäste-Stürmer und früheren Wolfsburger Divock Origi mit einem Banner rassistisch beleidigt. Zwar sorgten die gastgebenden Belgier dafür, dass es schnell entfernt wurde, ein Nachspiel dürfte der Vorfall aber dennoch haben.

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