Achtelfinal-Hinspiel der Champions League gegen Turin

Dortmund verliert 1:2, jubelt aber wenigstens einmal - der Schnellcheck

Jubel über ein wichtiges Tor: Pierre-Emerick Aubameyang, Torschütze Marco Reus und Ciro Immobile (von links) freuen sich über den Treffer zum zwischenzeitlichen 1:1, der in der Endabrechnung noch wichtig sein kann. Foto: dpa

Achtelfinal-Hinspiel der Champions League in Turin – und Borussia Dortmund kann am Ende nur sagen: Wenigsten einmal gejubelt. Der Schnellcheck zur Partie.

Der Fußball-Bundesligist verlor bei Juventus 1:2 (1:2), hat durch das Auswärtstor aber noch alle Chancen, im Rückspiel am 18. März unter die besten Acht zu kommen.

Wie war den das Spiel? 

Es begann kurios. Erst ein Torwartfehler, dann ein Ausrutscher, zwei schnelle Tore. Und das kam so: Bei einen Juve-Angriff in der 13. Minute kann Borussen-Torhüter Roman Weidenfeller einen Morata-Schuss von der linken Seite nicht festhalten und legt den Ball direkt vor die Füße von Carlos Teves. Der sagt brav „Danke“ und versenkt zum 1:0. Die Borussia ist geschockt über dieses Geschenk – und erhält ganz schnell selbst eins. So ein Ausrutscher am rechten Fleck kann nämlich sehr nützlich sein. Vor allem, wenn es der zentrale Mann einer Abwehrkette ist, der den Stand verliert – so geschehen bei Turins Giorgio Chiellini. Marco Reus reagiert blitzschnell. Was dann kommt, lassen wir den Liveticker eines Fußball-Magazins schildern: „Der Nationalspieler hebt den Kopf und schließt knochentrocken ab.“

Merke: Den Kopf heben, das kann nie schaden. Auch nicht in der Abwehr. Denn als alles hätte gut sein können, leistet sich die Borussia den nächsten Bock. In der 43. Minute steht halb Turin im Strafraum unbemerkt frei. Alvaro Morata erzielt das 2:1. In der zweiten Hälfte drängten die Gastgeber auf den dritten Treffer, doch die Gäste wehrten sich nun erfolgreich, spielten ihrerseits ihre Konter aber nicht konsequent aus

War das Ergebnis denn verdient?

Hm. Schwer zu sagen. Einerseits kosten zwei Aussetzer in der Abwehr eben einen Sieg. Darf man auf internationalem Parkett nicht machen. Andererseits spielte Dortmund wirklich gefällig. Auch bei einem Unentschieden hätte es durchaus heißen können: verdient!

Gab es im Spiel einen Aufreger? 

Einen? Fragen Sie mal Jürgen Klopp. Dortmunds Trainer hat mindestens zwei gesehen. Sehr wahrscheinlich hat sich auch Giorgio Chiellini sehr aufgeregt, als er plötzlich auf dem Rasen lag. Der eigentliche Aufreger für die Turiner Fans aber ereignete sich in der 36. Minute. Da ging Andrea Pirlo. Der Juve-Held. Verletzt!

Was ist denn jetzt mit Konferenzschaltung? 

Kommt ja schon. Ab nach Manchester, wo City und Barcelona aufeinandertrafen. Dann ging es ganz schnell: 0:1 Luis Suarez (16.). 0:2 Luis Suarez (30.). Barcelona freute sich schon zur Pause auf das Viertelfinale. Sergio Aguero (69.) verkürzte nur noch.

Und wie war die TV-Übertragung auf Sky? 

Nun ja. Marcel Reif kommentierte gewohnt selbstzufrieden. Merkte gern mal an, dass er ja grad gesagt hat, was dann natürlich tatsächlich kommt. Stellt nach vier (!) Minuten fest: „Ich will ja nichts sagen (sagt es dann aber doch), aber für mich steht dieser Schiedsrichter ein bisschen sehr im Mittelpunkt.“ Später sagt er: „Es ist natürlich feucht am Abend.“ (Ausrutscher!). Und nach einem ungeahndeten Foul: „Freunde (Wer? Wir?), wenn das nicht Gelb ist, dann müssen wir uns über das Regelbuch unterhalten.“ Nein, müssen wir eben nicht. Wir sagen einfach: „War Foul. War Gelb.“ Wem das zu einfach ist, für den noch ein Witz: „Immobilie mit dem Kopf durch die Wand. Die Wand gewinnt.“ Sagte Marcel Reif.

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