Gigantenduell im Champions-League-Finale

Real will Geschichte schreiben - Juve greift nach Triple

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Zwei Superstars treffen aufeinander: Gianluigi Buffon (l.) fordert mit Juventus Turin Cristiano Ronaldo und Real Madrid heraus.

Die Saison endet mit einem echten Knaller im Finale der Champions League. Sowohl Real Madrid als auch Juventus Turin könnten eine erfolgreiche Spielzeit krönen.

Cardiff - Cristiano Ronaldo will erneut Fußball-Geschichte schreiben, Toni Kroos eine Ära prägen. Doch eine Alte Dame stellt sich Real Madrids Superstars im Champions-League-Finale von Cardiff am Samstag (20.45 Uhr/hier im Live-Ticker) in den Weg. Juventus Turin baut gegen die königliche Torfabrik auf sein Bollwerk mit dem "heiligen" Gianluigi Buffon im Tor und Weltmeister Sami Khedira vor der Abwehr.

"Juve ist ein Brocken, und es ist schwer, gegen sie Tore zu erzielen", sagte Kroos der Bild. "Eine stabile Defensive ist sicherlich ein großes Plus, aber man darf sich nicht darauf verlassen", entgegnete Khedira im kicker. Der gebürtige Stuttgarter kennt seinen Ex-Verein gut genug, um zu wissen: Real bestraft jeden Fehler gnadenlos.

Spielort: Im Millenium Stadium von Cardioff findet das Finale der Champions League 2016/2017 statt.

Ronaldo zuletzt in absoluter Topform

Vor allem, wenn Ronaldo seine Form der vergangenen Wochen auf dem Rasen des Millennium Stadium abruft. Mit acht Toren im Viertel- und Halbfinale gegen Bayern München und Atlético Madrid schoss der Weltfußballer Madrid im Alleingang ins Endspiel um Europas Fußballkrone, mit sechs Toren in seinen letzten vier Partien zur Meisterschaft in Spanien.

Ronaldo ist in der Schlussphase der Saison derart explodiert, dass sein Zulieferer Kroos die Tore des Portugiesen "gar nicht mehr zählen" kann. Und doch ist Ronaldo erst dann zufrieden, wenn Juve in die Knie gezwungen und der historische Triumph Realität ist. "Wir wollen in die Geschichte eingehen", sagte der Europameister.

Schiri Brych vor dem Champions-League-Finale: „Eine Ehre“

Kroos hofft auf eine Ära mit Real

Seit Einführung der Champions League im Jahr 1992 ist bislang jeder Titelträger an der Wiederholung des Triumphs im Jahr darauf gescheitert. "Wenn wir es schaffen, könnte man durchaus von einer Ära der vergangenen Jahre sprechen", sagte Kroos der Sport Bild. Er selbst greift bereits nach seinem dritten Titel in der Königsklasse - 2013 hatte Kroos mit den Bayern sogar das Triple gewonnen und dient damit wiederum seinem Kollegen Khedira als leuchtendes Vorbild.

Denn auch für Juve steht mehr auf dem Spiel als bloß der erste Henkelpott seit 21 Jahren. Nach Scudetto und Pokalsieg fehlt nur noch der Erfolg in Cardiff zur Aufnahme in einen elitären Kreis. Erst sieben Vereine feierten nach dem Double im eigenen Land auch den Titel im Europapokal der Landesmeister oder der Champions League - darunter zweimal der FC Barcelona (2009 und 2015), Inter Mailand (2010) und die Bayern. Der stolze Klub des Königs aus Madrid gehört nicht dazu.

Lautstarke Trainer: Zinedine Zidane (l.) gewann mit Real die spanische Meisterschaft, Massimiliano Allegri mit Juve sogar das Double in Italien.

Khedira: „Nuancen entscheiden“

"Es ist ein Duell auf Augenhöhe, in dem alles möglich ist, in dem Nuancen über Sieg und Niederlage entscheiden werden", sagte Khedira. Kroos versprach, "Lösungen vorzubereiten", mit denen das Turiner Bollwerk überwunden werden kann. Bislang hat Real in allen 59 Pflichtspielen der Saison mindestens einmal getroffen, dabei allerdings nie gegen Gigi Buffon und seine unerschütterlichen Vorderleute gespielt.

Ganze drei Tore kassierte Juve in zwölf Partien der Champions League, im Viertelfinale ging sogar Barcelonas Traum-Sturm um Lionel Messi leer aus. Allerdings, wendet Khedira ein, "stehen wir nicht nur defensiv kompakt, sondern haben mit Ball mehrere Optionen". Gemeint sind Gonzalo Higuain, Paulo Dybala und Mario Mandzukic, die Extra-Klasse im Sturm verkörpern.

Auf der anderen Seite habe Real nicht nur Cristiano Ronaldo, sagt Kroos. "Es wird ein mitreißendes Aufeinandertreffen", verspricht der Torjäger selbst: Ein Duell, das die Welt beim Zuschauen lieben werde.

Voraussichtliche Aufstellungen

Juventus Turin: Buffon - Barzagli, Bonucci, Chiellini - Dani Alves, Khedira, Marchisio, Alex Sandro - Dybala, Mandzukic - Higuain

Real Madrid: Navas - Carvajal, Varane, Sergio Ramos, Marcelo - Casemiro - Modric, Kroos - Isco - Benzema, Cristiano Ronaldo

Schiedsrichter: Brych (München)

sid

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