Leipzig siegt 2:1

Champions League: Schnellcheck zur Königsklasse - Dortmund fehlen nur die Tore

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Vergab einen Strafstoß: Marco Reus. 

Champions League: BVB Dortmund spielte Unterschieden und der RB Leipzig gewann 2:1 - unser Schnellcheck zum Auftakt in die Gruppenphase.

„Ist das schön? Ja, das ist schön!“ So leitete Sky-Kommentator Wolff Fuss den Auftakt in die Gruppenphase der Champions League ein.

Schön, dass sie wieder das ist, diese Königsklasse. Gestern gab es zwei Spiele mit deutscher Beteiligung – Dortmund spielte 0:0 gegen den FC Barcelona, Leipzig gewann bei Benfica Lissabon 2:1. Unser Schnellcheck: 

Wie hat sich denn der BVB gegen Barca verkauft?

Gleichwertig. Und das ist gegen das Starensemble aus Spanien ein Kompliment. Von Beginn an war Tempo in der Partie. Mal war Dortmund etwas stärker, mal Barcelona. Die besseren Chancen in Halbzeit eins hatte aber der BVB. In der 29. Minute hatte Marco Reus das 1:0 auf dem Fuß, nachdem Thorgan Hazard ihn bedient hatte – Barcelonas Torhüter Marc-André ter Stegen hielt klasse. Zudem vergab Jadon Sancho aus 16 Metern (39.).

Nutzte Dortmund die Überlegenheit noch aus?

Zunächst einmal: Der BVB wurde nach der Pause noch besser. Und hatte in der 57. Minute die Riesenchance zur Führung. Nélson Semedo hatte Sancho im Strafraum gelegt, Strafstoß. Reus führte aus, ter Stegen hielt aber stark. Weiterhin 0:0. Es häuften sich die Möglichkeiten für Dortmund. Reus vergab per Kopf. Der eingewechselte Julian Brandt scheiterte mit einem Schuss an der Latte. Der Bundesligist war überlegen, es fehlten nur die Tore.

Hat der 16-jährige Ansu Fati Lionel Messi erneut die Show gestohlen?

Das kann man natürlich so sehen, denn: Fati spielte von Beginn an, Messi saß auf der Bank. Nach Wadenverletzung war der Argentinier noch nicht topfit. Aber: Im Spiel war von Barcas Wunderkind kaum etwas zu sehen. Dennoch ist er der erste 16-Jährige, der in der Königsklasse für die Spanier spielte. In der 60. Minute kam dann der Wechsel: Messi für Fati.

Machte Messi es besser?

Nicht wirklich. Auch er spielte sehr unauffällig.

Wer war der Spieler des Abends?

„Wieder Hummels. Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen, das ist einer für Jogi Löw.“ Weitere Worte von Fuss. Mats Hummels räumte in der Abwehr alles weg, was in seine Umlaufbahn kam. Ganz starker Auftritt des 30-Jährigen. Wenn wir es nicht besser wüssten, würden wir sagen: In dieser Form eigentlich einer für das Nationalteam.

Hat Julian Nagelsmann die Bayern-Taktik auch gegen Benfica Lissabon Glück gebracht?

Auf jeden Fall. Viererkette und Doppel-Sechs standen stabil, RB hatte Benfica im Griff. Allerdings sprang zunächst nur eine Chance durch Timo Werner in der 27. Minute heraus, die der Schlussmann der Portugiesen, Odysseas Vlachodimos, vereitelte.

Doppeltorschütze für den RB Leipzig: Timo Werner. 

Die Leipziger kamen dann stark aus der Kabine und belohnten sich in der 69. Minute, als Yussuf Poulsen den Ball für Werner liegen ließ, der aus 14 Metern zur Führung einschoss. Zehn Minuten später legte Werner das 2:0 nach. Alles durch? Nicht ganz. In der 84. Minute verkürzte der Ex-Frankfurter Haris Seferovic. Die Führung hielt aber bis zum Schluss. Toller Start für RB Leipzig.

Wie verlief die Premiere für RB Salzburg, nachdem sich die Österreicher erst im zwölften Anlauf für die Königsklasse qualifizieren konnten?

Sie verlief unglaublich. Der erst 19 Jahre alte Norweger Erling Haarland schoss den KRC Genk mit einem Dreierpack (2., 34., 45.) fast im Alleingang ab. Nach weiteren Treffern durch Hee-Chan Hwang (36.) und Dominik Szoboszlai (45.+2) stand es bereits zur Halbzeit 5:1. Unfassbar. Nur eine österreichische Mannschaft war nach 45 Minuten jemals besser: Austria Wien. 1983/84 stand es im Uefa-Cup 6:0 gegen Aris Bonnevoie aus Luxemburg, Endstand 10:0. Bei Salzburg wurden es schließlich nicht ganz so viele Tore. Endstand: 6:2.

Wie lief die TV-Übertragung?

Wir haben das Spiel von Dortmund gegen Barcelona in der Einzeloption auf Sky geschaut. Und Kommentator Fuss präsentierte sich in Höchstform. Als Semedo den Dortmunder Sancho in Halbzeit eins unsanft zu Boden brachte, meinte der Sky-Mann: „Das hätte Vidal ganz anders gelöst, der chilenische Kampfhahn. Er hätte ihn direkt ohne Schaum rasiert.“

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