Madrids Superstar schießt die Gastgeber mit drei Toren ins Halbfinale

0:3 - Wolfsburg scheitert an Ronaldo - der HNA-Schnellcheck

Unwiderstehlich: Cristiano Ronaldo erzielt mit dem Kopf das 2:0 für Real Madrid. Wolfsburgs Josuha Guilavogui ist nicht weit weg, aber eben doch ein wenig zu weit, um das Tor zu verhindern. Foto: dpa

Wunder oder nicht? Diese Frage hatten die Kollegen der Frühschicht über diesen Text gestellt. Die Antwort gab Cristiano Ronaldo, sie lautete: Nein, kein Wunder durch Wolfsburg.

Angeführt von seinem Superstar gewann Real Madrid das Rückspiel im Champions-League-Viertelfinale 3:0 (2:0). Das 2:0 aus dem Hinspiel reichte dem Fußball-Bundesligisten so nicht zum Einzug ins Halbfinale. Die Partie im Schnellcheck:

Wie verlief das zweite Viertelfinale zwischen Favorit und krassem Außenseiter? 

Diesmal so, wie zu erwarten war. Real machte von der ersten Minute an Druck, um den Rückstand aus dem Hinspiel auszugleichen. Und wie Wolfsburg im Hinspiel, so traf Madrid schnell. Durch wenn? Natürlich durch den, der bei Madrid für die Tore zuständig ist: Ronaldo! Braucht für das 1:0 (16.) und 2:0 (17.) keine zwei Minuten, der Portugiese. Stand erst etwas frei nach einer Flanke von der rechten Seite. Zu frei! Und war dann per Kopf zur Stelle nach einer Ecke von der linken. Zwischen beiden Treffern hatte Real sogar noch eine Chance. Durch Ronaldo übrigens. Wolfsburg klärte zur Ecke. Nutzte bekannterweise wenig.

Der VfL kam dann ab der 30. Minute auf und auch selbst zum Zug, Luis Gustavos toller Schuss aus 25 Metern zwang Real-Torhüter Navas sogar zu eine glanzvollen Faustabwehr. Auch nach der Pause schien der Bundesligist lange die Chance zu haben, sich zumindest ins Halbfinale zu retten. Überraschend, dass Madrid lange nicht wirklich druckvoll agierte. Was dem VfL fehlte: eine richtig gute Torchance.

Und dann kam die 76. Minute. Dann kam ein Freistoß für Real. Dann kam Keylor Navas 80 Meter aus dem Tor gelaufen, um Ronaldo etwas ins Ohr zu flüstern. Und es kam, was kommen musste: das 3:0! Ronaldo schoss den Ball aus 23 Metern durch die Mauer hindurch ins Netz. DURCH die Mauer! Ob Navas ihm das geflüstert hat?

Wer war der Spieler des Spiels?

Naja, wir hätten diese Frage gern anders beantwortet. Kam aber dann wie so oft, wenn Real spielt – Spieler des Spiels: Ronaldo. Der Stürmer hatte im Vorfeld eh eine magische Nacht versprochen. Schraubte sein Saisonkonto in der Champions League auf 16 Tore. Das ist eins mehr, als der VfL insgesamt erzielt hat.

Wie verlief das Duell der Weltmeister?

Gab ja immerhin drei auf dem Platz. Toni Kroos bei Madrid, André Schürrle und Julian Draxler bei Wolfsburg. Kroos arbeitete wie immer fleißig im Mittelfeld. Und: Zu Ronaldos 2:0 gab er als Eckenschütze die Vorarbeit. Schürrle hatte es im Angriff der Gäste natürlich schwer. So oft kam der Ball ja nicht nach vorn. Zeigte trotzdem einige gute Szenen. Sein Schlenzer von halblinks (52.) ging rechts am Tor vorbei. Pech hatte Draxler: Er schied nach 30 Minuten verletzt aus. Der Oberschenkel.

Gab es eine kuriose Nachricht zum Spiel?

Gab es in der Tat. Vor dem Spiel verbreitete sich die Nachricht, Madrid habe den Platz durch Verlegen der Außenlinien verbreitert. So solle mehr Platz für die Außenspieler geschaffen werden. Trainer Dieter Hecking kommentierte das süffisant: „Dann haben wir ja auch mehr Platz.“ Die Tore fielen dann trotzdem in der Mitte.

Wie war die Übertragung der Partie im TV?

Bei Sky kommentierte Kai Dittmann und machte das wohltuend gut. Analysierte ruhig und sachlich alle Schlüsselszenen. Lieblingssatz beim Halbzeitfazit: „Ein klitzekleiner Fehler hinten reicht. Die bei den beiden Toren waren etwas größer.“

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.