Kommentar zur Länderspielabsage: Dann spielen wir nächste Woche

Ein Kommentar zur Länderspiel-Absage und den Folgen für den Fußball von Sportredakteur Frank Ziemke

Dieser Dienstag in Hannover, er hat sich angefühlt wie eine Niederlage. Es ging ja nicht nur um ein Fußballspiel. Es ging um Signale. Vier Tage nach den Gräueltaten in Paris wollten wir Solidarität bekunden. Wir wollten demonstrieren, dass wir uns nicht unterkriegen lassen. Auch, dass wir uns dieses Spiel, die schönste Nebensache, die wir kennen, nicht nehmen lassen.

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So gesehen haben wir alle am Dienstag eine Niederlage eingesteckt. DFB-Interims-Präsident Reinhard Rauball sprach nach der Absage des Länderspiels davon, dass der Fußball eine andere Wendung genommen hat. Das ist natürlich nicht falsch. Die meisten, die an diesem Wochenende ein Bundesliga-Stadion betreten, werden das mit einem mulmigen Gefühl tun. Der Schutz der Zuschauer und Mannschaften in den Stadien wird von nun an zu einer Herkules-Aufgabe. Unbekümmert zum Spiel, um zwei Stunden Ablenkung vom Alltag zu bekommen – das war einmal.

Trotzdem gilt auch: Seine Kraft hat der Fußball auch am Dienstag nicht verloren. Er bleibt vor allem eins: ein Spiel. Eines, das uns unterhält, bewegt, begeistert. Und das in seinen großen Momenten noch mehr kann - auch das zu sehen am Dienstag beim Spiel der Engländer und Franzosen in London. Und deshalb verweisen wir an dieser Stelle auf Komiker Helge Schneider und seine Reaktion auf die Absage einer Lesung in Hannover: Wenn wir am Dienstag nicht gespielt haben. Und vielleicht am Samstag nicht spielen. Dann werden wir eben nächste Woche spielen.

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