Transferfenster schließt

"Deadline Day": Bundesligisten arbeiten an Last-Minute-Wechseln

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Wer macht kurz vor knapp noch den Abflug? Höwedes soll vor einem Wechsel nach Turin stehen.

Am Donnerstag schließt für die Bundesligisten das Transferfenster. Vor dem Ende der Wechselperiode werden mit Hochdruck letzte Änderungen am Kader vorgenommen.

Berlin - Borussia Dortmund hat mit der Investition der Millioneneinnahmen für Ousmane Dembélé begonnen, Schalke 04 lässt Weltmeister Benedikt Höwedes nach Italien reisen, Vizemeister RB Leipzig und Bayer Leverkusen wollen die Offensive verstärken: Kurz vor dem Ende der Transferperiode arbeiten die Fußball-Bundesligisten mit Hochdruck an letzten Änderungen ihrer Kader.

Bis Donnerstag um 18.00 Uhr müssen alle Wechsel abgewickelt und online bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) gemeldet worden sein. Dann schließt in Deutschland für mehrere Monate das Transferfenster - Neuverpflichtungen von anderen Klubs sind erst wieder im Januar möglich. Es wird eilig verhandelt und gefeilscht, die Zeit drängt - in unserem Transferticker verpassen Sie nichts.

Besonders aktiv auf dem Transfermarkt zeigte sich in den vergangenen Tagen Borussia Dortmund. Nach dem Rekordabgang Dembélés zum FC Barcelona, der dem BVB 105 Millionen Euro plus Boni von bis zu 42 Millionen einbringt, präsentierte der Pokalsieger bereits am Dienstag einen Nachfolger: Der ukrainische Außenstürmer Andrej Jarmolenko kommt von Dynamo Kiew, die Ablöse beträgt rund 25 Millionen Euro.

Am Mittwoch legte der Champions-League-Starter mit der Verpflichtung des U21-Europameisters Jeremy Toljan vom Ligakonkurrenten 1899 Hoffenheim für sieben Millionen Euro nach, dafür wechselt zudem Felix Passlack in den Kraichgau. Zuvor hatte Dortmund bereits den türkischen Nationalspieler Emre Mor zu Celta Vigo transferiert - für einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag. Vor allem dank der Dembélé-Millionen strich der einzige börsennotierte deutsche Fußballverein in diesem Sommer ein fettes Transferplus ein.

Höwedes noch nach Turin?

Nur wenige Kilometer entfernt bahnte sich am Mittwoch beim Erzrivalen Schalke 04 ein erwarteter, aber dennoch spektakulärer Wechsel an. Weltmeister Benedikt Höwedes, vom neuen Trainer Domenico Tedesco als Kapitän abgesetzt und zuletzt nicht mehr berücksichtigt, steht vor einer Unterschrift beim italienischen Rekordmeister Juventus Turin.

Der 29-Jährige, der zum obligatorischen Medizincheck schon in Turin weilte, soll bei der Alten Dame einen Vertrag bis 2020 erhalten. Er ist als Ersatz für Leonardo Bonucci geplant, der für 42 Millionen Euro zum AC Mailand gewechselt war.

Bayer Leverkusen, das bislang durch namhafte Abgänge wie Hakan Calhanoglu (AC Mailand), Javier Chicharito Hernandez (West Ham United) oder Ömer Toprak (Borussia Dortmund) vornehmlich Kasse machte, steht derweil vor dem teuersten Transfer seiner Vereinsgeschichte.

Angeblich ist der Wechsel des argentinischen Stürmers Lucas Alario von CA River Plate für fünf Jahre perfekt. "Der Spieler gehört schon Leverkusen, er hat den Vertrag unterzeichnet", verkündete Alarios Berater Pedro Aldave am Dienstag. River Plate hatte 24 Millionen Euro für den 24-Jährigen gefordert.

Mit Kevin Kampl wird Alario unter dem Bayer-Kreuz mutmaßlich nicht mehr gemeinsam stürmen. Der Slowene steht angeblich vor einem Abgang zu Vizemeister RB Leipzig und soll dort die Lücke schließen, die durch den Abgang von Oliver Burke (West Bromwich Albion) entstanden ist.

Dass Last-Minute-Transfers trotz geringer Eingewöhnungszeit einschlagen können, zeigte zuletzt der Brasilianer Jonathas. Der Rekordtransfer von Aufsteiger Hannover 96 (neun Millionen) erzielte am vergangenen Wochenende bei seinem Bundesligadebüt den 1:0-Siegtreffer gegen Schalke 04. Die Konkurrenten hoffen auf ein ähnlich glückliches Händchen.

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