21 Uhr/Sky

Sie stehen im Blickpunkt, wenn die Bayern heute auf Lazio treffen: der Boss, die Abwehr und die Römer

Karl-Heinz Rummenigge.
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Hat in den vergangenen Wochen öfter für Aufsehen gesorgt: Bayern Münchens Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge.

Es wird viel geredet in diesen Tagen über den FC Bayern München. Über den deutschen Fußball-Rekordmeister. Den Klub-Weltmeister. Den amtierenden Champions-League-Sieger.

Auch vor dem Achtelfinal-Hinspiel in der Königsklasse heute bei Lazio Rom (21 Uhr/Sky). Für die Bayern ist das nichts Neues. Nur ist es derzeit selten das Sportliche, das die Schlagzeilen bestimmt. Und dabei gäbe es angesichts der Leistungsdelle in München doch genug zu besprechen.

Bei den Bayern herrscht momentan so ein wenig der Grundsatz von José Mourinho vor, der da lautet: Wenn es bei uns nicht läuft, lenke ich die Aufmerksamkeit auf mich, damit die Mannschaft aus dem Fokus gerät. Sollte das der Hintergrund gewesen sein, dann haben Bayern-Trainer Hansi Flick und der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge zuletzt gute Arbeit geleistet. Wir haben den Fokus aber nicht verloren und schauen auf die, die heute im Blickpunkt stehen.

Der Boss

Am Samstagabend kam im ZDF-Sportstudio dann noch einmal alles auf den Tisch. Die Impfdiskussion um Fußball-Profis. Der vermeintliche Abflug-Skandal vor der Klub-WM. Das Verhältnis zu Katar. Moderator Jochen Breyer hatte Rummenigge zu Gast und ließ nicht locker. Der Boss des FC Bayern gab nicht die beste Figur ab – so wie die Mannschaft in den vergangenen Wochen. Pokal-Aus gegen Kiel. 3:3 gegen Bielefeld. Nun das 1:2 in Frankfurt. Der Vorsprung in der Liga ist geschmolzen.

Rummenigge antwortete häufig ausweichend auf Breyers Fragen. „Erst mal muss ich Ihnen eins sagen ...“, sagte er dann und versuchte, vom Thema abzulenken. Beim Impfthema schränkte er ein: Er habe gemeint, die Spieler sollen als Vorbilder dienen, wenn es denn auch genug Impfstoff gebe. Er wolle damit nicht die eigenen Probleme lösen. Die der FC Bayern zur Genüge hat. Allein in diesem Jahr gab es schon vier Coronafälle, heute werden Thomas Müller und Benjamin Pavard deswegen fehlen.

Zur Aufregung um den verspäteten Abflug aus Berlin sagte Rummenigge: „Haben Sie schon mal so lange in einem Flugzeug warten müssen?“ Und was ist mit der fragwürdigen Beziehung zu Katar? „Erst mal muss ich Ihnen eins sagen ...“, begann der 65-Jährige.

Die Abwehr

Bis auf Pavard sind alle fit. Und dennoch bleibt die Defensive die große Baustelle neben der aktuellen Außendarstellung. Es wird viel über die Abwehr der Zukunft mit dem Noch-Leipziger Dayot Upamecano gesprochen. Doch noch ist Gegenwart. Und in dieser spielten mit Jérome Boateng und David Alaba gegen Frankfurt zwei Spieler von Beginn an, deren Abschied im Sommer noch bevor- oder bereits feststeht. Zudem verteidigte Niklas Süle rechts – nicht gerade die Paraderolle des 25-Jährigen, der nach Verletzungen sichtlich außer Form ist. Und nur zum Vergleich: Nach 34 Spielen der vergangenen Saison hatten die Bayern 32 Gegentore kassiert. Nun sind es nach 22 Partien schon 31.

Die Römer

Lazio braucht die Tore von Ciro Immobile so wie der FC Bayern die von Robert Lewandowski. Miroslav Klose, Co-Trainer in München, stürmte für beide Klubs und legte sich vor dem Duell fest. Für ihn ist Lewandowski der Bessere. In Abwesenheit von Thomas Müller, Serge Gnabry und Douglas Costa ist der Pole mehr denn je auf Vorlagen von Leroy Sané angewiesen. Immerhin das klappte gegen Frankfurt zuletzt schon gut. (Maximilian Bülau)

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