Erfolg zum Jahresabschluss

Schnellcheck zum 4:1-Sieg der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in Armenien: Der Doppelpass funktioniert

(von links) Jonas Hofmann, Florian Neuhaus, Ilkay Gündogan und Andre Calisir.
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Torschützen und Vorbereiter unter sich: (von links) die deutschen Nationalspieler Jonas Hofmann, Florian Neuhaus und Ilkay Gündogan. Rechts: der Armenier Andre Calisir.

Abschluss in der WM-Qualifikation: Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft war ja längst durch, gestern dann stand die letzte Partie in Armenien auf dem Programm.

Wie sich die DFB-Elf geschlagen hat, lesen Sie in unserem Schnellcheck:

Zum Jahresabschluss Mitte November nach Armenien – und das mit bereits gelöstem WM-Ticket: Wie groß war die Fußball-Lust von Flicks Spielern?

Erstaunlich groß. Auch mit stark dezimiertem Kader und ohne Stammkräfte, die geschont wurden, spielte in Eriwan eigentlich nur das DFB-Team. Das wurde mit einem frühen Treffer durch Kai Havertz belohnt. Doppelpass an der rechten Außenlinie zwischen Thomas Müller und Jonas Hofmann, der Gladbacher spielte dann in die Mitte und Havertz hielt den Fuß hin. 1:0 (15.). Der Chelsea-Profi hatte in der fünften Minute bereits den Außenpfosten getroffen. Die Führung war schon zu diesem Zeitpunkt absolut verdient.

Wie gemütlich wurde es anschließend für das deutsche Team?

Zumindest sorgten die armenischen Zuschauer für eine gemütliche, fast schon romantisch vorweihnachtliche Atmosphäre. Sie zückten ihre Handys und machten die Taschenlampe an. Das sorgte dann im Gesamtüberblick für ein richtig schönes Bild. Und nebenbei: Bei den wohl etwas schwachen Flutlichtern in der armenischen Hauptstadt konnten einige Zusatzlichter nicht schaden.

Gab es denn trotzdem einen Aufreger?

Den gab es. Der Ursprung dafür war abermals eine Kombination, die am frühen Sonntagabend einfach gut funktionierte: Doppelpass zwischen Müller – in Abwesenheit von Neuer, Kimmich und Co. sogar Kapitän – und Florian Neuhaus, eine Grätsche von Taron Voskanyan. Und dann? Dann passierte erst einmal nichts. Schiedsrichter Francois Letexier aus Frankreich ließ weiterlaufen. Und das Spiel lief dann auch gut drei Minuten ohne Unterbrechung weiter. Anschließend gab es eine gut dreiminütige Unterbrechung. Und nach Sichtung der Videobilder stand fest: Das war ein Foul im Strafraum von Voskanyan an Neuhaus. Ergo: Es gab Elfmeter. Diesen verwandelte Ilkay Gündogan sicher unten rechts. Und so wurde es zur Halbzeit in der deutschen Kabine dann sicher wieder richtig gemütlich.

Und so ging es doch auch weiter, oder?

Zunächst ja. Und zwar mit einem Slapstick-Tor. Gündogans eigentlich harmlosen Schuss ließ Armeniens Torwart Stanislav Buchnev zum 0:3 durch die Hände kullern (50.). Im Anschluss zeigten die Gastgeber dann, dass sie auch gut umschalten können. Dreimal wurde es ein bisschen gefährlicher, beim vierten Mal gab es Elfmeter. Neuhaus hatte David Terteyan im Strafraum auf den Fuß getreten, Henrich Mchitarjan vom Punkt souverän verwandelt (59.). Weil Hofmann nur fünf Minuten später aber auf 4:1 stellte, wurde es nicht mehr wirklich ungemütlich fürs deutsche Team.

Wie war die Übertragung im Fernsehen?

Marco Hagemann ließ sich mehrfach über die gute Stimmung im weiten Rund aus. „Vor uns befindet sich das regionale Trommel-Ensemble, das immer wieder mit Knalleffekten auf sich aufmerksam macht“, sagte der RTL-Kommentator. Nach dem 1:3-Anschlusstreffer der Gastgeber meinte Experte Steffen Freund zur Pyrotechnik: „Jetzt raucht’s hier aber.“

Wer hat sich Platz zwei in der Gruppe gesichert?

Zwischen Nordmazedonien und Rumänien ging es hin und her. Beide führten früh, dann glich Island gegen Nordmazedonien aus – Rumänien auf Platz zwei. Am Ende reichte das 1:0 gegen Liechtenstein nicht, weil Island 1:3 verlor. Nordmazedonien geht also in die Playoffs. (Maximilian Bülau und Torsten Kohlhaase)

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