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Stuttgart siegt erstmals, Leverkusen verliert erneut: Des Trainers Freud, des Trainers Leid

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Von: Maximilian Bülau, Björn Mahr

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Michael Wimmer (rechts, hier mit dem VfB-Maskottchen).
Erfolgreich beim Debüt: Stuttgarts Interimstrainer Michael Wimmer (rechts, hier nach dem Spiel mit dem VfB-Maskottchen). © Marijan Murat/dpa

Gelungener Einstand für den Matarazzo-Nachfolger: Michael Wimmer feierte in der Fußball-Bundesliga als Interimstrainer des VfB Stuttgart einen 4:1-Sieg gegen den VfL Bochum.

Aber nicht nur der 42-Jährige stand am Wochenende im Fokus – auch weitere Coaches sorgten für Gesprächsstoff. Wir haben diese Geschichten zusammengefasst: des Trainers Freud, des Trainers Leid.

Michael Wimmer

Der VfB Stuttgart war bis zu diesem Wochenende das einzige noch sieglose Team der Liga. Gegner VfL Bochum hatte eine Woche zuvor die Drei-Punkte-Premiere bejubelt. Doch nach der Entlassung von Trainer Pellegrino Matarazzo und unter der Interimslösung Michael Wimmer haben nun auch die Schwaben den ersehnten Erfolg geholt.

Gegen die Bochumer waren Silas Katompa Mvumpa (3. und 64.), Naouirou Ahamada (22.) sowie Wataru Endo erfolgreich, für den VfL traf beim 1:4 nur Simon Zoller zum zwischenzeitlichen Anschluss (29.). Es ist allerdings sehr wahrscheinlich, dass der erste auch der letzte Sieg für Wimmer gewesen ist. Gestern war der Däne Jess Thorup zu Gesprächen in Stuttgart, soll wohl schon bald als neuer Chefcoach vorgestellt werden. Der 52-Jährige trainierte bis zu seiner Entlassung Mitte September den FC Kopenhagen, vorher Genk und Gent in Belgien sowie Midtjylland in seiner Heimat. Als Spieler war Thorup vor allem in seiner Heimat für Odense uns Esbjerg aktiv. Von 1996 bis 1998 stand der ehemalige Angreifer aber auch anderthalb Jahre beim KFC Uerdingen unter Vertrag.

Thomas Letsch

Während die Stuttgarter und Interimscoach Wimmer also Grund zur Freude hatten, wurde aufseiten der Bochumer gelitten. Im dritten Spiel unter dem neuen Trainer Thomas Letsch gab es die zweite Niederlage, wieder mit vier Gegentoren. Bei Letschs Debüt hatte der VfL 0:4 gegen Leipzig verloren, anschließend aber 3:0 gegen Frankfurt gewonnen. Damit ist Bochum auswärts weiter ohne Punkt – als einziges Team der ersten Liga. Im Pokal tritt der VfL nun gegen Elversberg an – auswärts.

Xabi Alonso

Nein, die Woche von Xabi Alonso war es nicht. Der Spanier hatte zwar zu seinem Einstieg bei Bayer Leverkusen 4:0 gegen Schalke 04 gewonnen, die Einsätze zwei und drei endeten aber deprimierend: Nach dem 0:3 in der Champions League gegen den FC Porto bezog die Werkself nun eine herbe 1:5-Packung bei Eintracht Frankfurt. Es wurde deutlich, dass Alonso keine Wunderdinge vollbringen kann.

Die Gäste hätten sogar noch höher verlieren können. Aber auch so war Bayer-Torhüter Lukas Hradecky bei seiner Rückkehr an die alte Wirkungsstätte bedient – nicht nur Daichi Kamada (45.+4, 72.), Randal Kolo Muani (58) und Jesper Lindström (65.) trafen für den Sieger, sondern auch noch der Ex-Leverkusener Lucas Alario (86.). Für Bayer war Piero Hincapie (56.), der später mit Gelb-Rot vom Platz flog, zum zwischenzeitlichen 1:1 erfolgreich.

Marco Rose

Sandro Schwarz zählt zu den besten Freunden von Marco Rose. Da Rose seit mehr als einem Monat als Coach von RB Leipzig tätig ist, gab es nun ein Wiedersehen an der Seitenlinie mit Schwarz – dem Trainer von Hertha BSC. Wie es sich für Kumpel gehört, verabschiedeten sie sich nach der Partie in der Red-Bull-Arena herzlich.

Gejubelt hat aber nur Rose. Nach einem insbesondere in der zweiten Hälfte mitreißenden Spiel gewannen die Sachsen 3:2. Allerdings geriet die 3:0-Pausenführung nach Treffern von Emil Forsberg, Abdou Diallo und Willi Orban in Durchgang zwei noch einmal arg in Gefahr. Mehr als die Tore des starken Dodi Lukebakio und von Stevan Lovetic sprangen trotz guter Chancen für die Berliner aber nicht heraus.

Frank Kramer

Nicht wenige Fans vermuteten am späten Freitagabend, dass die Trennung des FC Schalke 04 von seinem Trainer Frank Kramer nur noch eine Frage der Zeit sein muss. Doch die Königsblauen halten trotz der 0:3-Heimpleite gegen die TSG Hoffenheim vorerst am 50-Jährigen fest. Der Grund: Zwar mussten die Schalker Tore von Robert Skov (11./59.) und Munas Dabbur (45.+2) einstecken, bis in die zweite Hälfte hinein zeigte Kramers Team aber eine passable Vorstellung. Mit etwas Glück hätten die Knappen auch ein Tor erzielen können. Schon morgen Abend bekommen es die Schalker erneut mit den Kraichgauern zu tun – in der zweiten Pokalrunde ist allerdings ab 20.45 Uhr (live bei Sky) die TSG der Gastgeber. (Maximilian Bülau und Björn Mahr)

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