Fußballfest in Frankfurt

DFB-Elf siegt 6:1 gegen Nordirland: Jahresabschluss mit gutem Gefühl

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Im Jubel vereint: Torschütze Serge Gnabry (Zweiter von links) nimmt die Glückwünsche von Toni Kroos (links), Jonas Hector und Leon Goretzka (rechts) entgegen.

Letzter Spieltag der EM-Qualifikation. Das deutsche Team war bereits für die Europameisterschaft qualifiziert, aber es ging noch ja noch um den Gruppensieg. Und es wurde ein Fußballfest. 

Am Ende gewann Deutschland 6:1 (2:1) gegen Nordirland. Unser Schnellcheck:

Wie schloss die deutsche Elf das Länderspieljahr ab?

Auf jeden Fall mit einem guten Gefühl. Zum einen, weil die Mannschaft trotz frühen Rückstands noch deutlich gewann. Zum anderen, weil sie am letzten Spieltag der EM-Quali den ersten Platz in der Gruppe vor den ebenfalls siegreichen Niederländern behauptete.

Wie viele personelle Veränderungen nahm Bundestrainer Joachim Löw vor?

Die Startelf wurde auf insgesamt fünf Positionen verändert. Von der Abwehr, die sich am Samstag beim 4:0 gegen Weißrussland schadlos gehalten hatte, blieb nur der Leipziger Lukas Klostermann übrig. Auf der linken Seite verteidigte erstmals seit einem Jahr wieder Jonas Hector. Der Einsatz des Kölners zahlte sich aus – aber dazu später mehr.

Was wurde aus dem Debüt von Niklas Stark?

Mehrfach war der Premieren-Einsatz des Berliners verschoben worden. Am Dienstag um 22.04 Uhr dürfte Stark der glücklichste Mann auf dem Platz gewesen sein. Er durfte endlich im Adlertrikot auflaufen. Und auf dem Feld fiel er auf. Weniger sportlich, mehr mit seiner Maske. Die trug er wegen seines Nasenbeinbruchs. Stark wollte sein Debüt mit allen Mitteln.

Was waren die ersten Höhepunkte in der nahezu bedeutungslosen Partie?

Fangen wir mit dem frühen 1:0 der Nordiren an (7.). Michael Smith schloss aus 25 Metern ähnlich präzise ab wie der gleichnamige englische Vizeweltmeister aus 2,33 m Entfernung beim Darts. Neuer-Ersatz Marc-André ter Stegen war machtlos. Aber auch das DFB-Team hatte in puncto Genauigkeit seine Qualitäten. Beim 1:1 traf Serge Gnabry nach Hector-Pass aus der Drehung ins rechte Tordreieck – es fühlte sich ein bisschen so an wie eine Triple-20 beim Darts (19.). Da die Gastgeber zuvor schon Großchancen durch Gnabry (9.) und Ilkay Gündogan (11., Pfosten-Kopfball) hatten und die Partie kontrollierten, war der Ausgleich nur logisch.

Wann bog das deutsche Team auf die Siegerstraße ein?

Kurz vor beziehungsweise kurz nach der Pause. Leon Goretzka drückte zunächst mit langem Bein im Stile eines Mittelstürmers eine Hereingabe von Hector über die Linie (43.). Und als die Nordiren mit den Gedanken wohl noch in der Kabine waren, schlug Gnabry zum zweiten Mal zu (47.).

Ließen die Deutschen die Partie entspannt ausklingen?

In keinster Weise. Toni Kroos hatte zwar noch mit einem Versuch aus der Distanz Pech, aber es gab ja noch Gnabry. Er schob in der 61. Minute nach Vorlage von Julian Brandt zum 4:1 ein – es war im siebten EM-Qualifikationsspiel bereits sein achtes Tor. Nur ein gewisser Gerd Müller war vor einem halben Jahrhundert noch erfolgreicher. Und auch Goretzka hatte noch nicht genug. Das 5:1 (73.) war fast eine Kopie des 1:0 der Nordiren. Trocken zog er ins linke untere Eck ab. Und ein sehenswertes Tor gab es noch: In der Nachspielzeit traf Brandt nach tollem Solo ins obere Eck.

Wie war die Übertragung bei RTL?

Kommentator Marco Hagemann und Experte Steffen Freund sind ein eingespieltes Team. Aber Freund traute sich auch mal seinem Kollegen zu widersprechen – das war erfrischend. Und Freund weiß eine starke Leistung zu würdigen. Hagemann sagte: „Amiri wird eingewechselt für den überragenden Gnabry.“ Freund antwortete: „Da stehe auch ich mal auf.“ Standing Ovations hatte sich nicht nur Gnabry, sondern das ganze Team verdient.

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