Heute, 20.45 Uhr/RTL 

Deutschland gegen Argentinien: Ein Klassiker ohne die Klassiker

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Neu II: Schalkes Suat Serdar (rechts) steht erstmals im Aufgebot von Bundestrainer Joachim Löw. Dahinter: Julian Brandt. 

Dreimal trafen Deutschland und Argentinien bereits in WM-Endspielen aufeinander. Zweimal gewann die deutsche Fußball-Nationalmannschaft (1990 und 2014), einmal siegten die Südamerikaner (1986).

Dreimal trafen Deutschland und Argentinien bereits in WM-Endspielen aufeinander. Zweimal gewann die deutsche Fußball-Nationalmannschaft (1990 und 2014), einmal siegten die Südamerikaner (1986). Es ist ein Klassiker zweier Fußball-Großmächte. Doch wenn die beiden Mannschaften heute Abend in Dortmund (20.45 Uhr/RTL) gegeneinander spielen, dann ist das ein Testspiel, bei dem die großen Namen fehlen. Ein Klassiker ohne die Klassiker also.

Die Ausfälle

Diese Worte kommen nicht von ungefähr. Bundestrainer Joachim Löw sagte während der Pressekonferenz gestern unter anderem: „Die Spieler sind am Limit angelangt. Weitere Wettbewerbe ins Leben zu rufen, macht wenig Sinn. Wenn ich höre, dass die Klub-WM und andere Wettbewerbe aufgebläht und neu geschaffen werden, dann ist das nicht förderlich. Da mache ich mir ein bisschen Sorgen.“ Sorgen bereitete dem 59-Jährigen in den vergangenen Tagen vor allem die Zusammenstellung des Kaders. Insgesamt 13 Absagen erreichten den Bundestrainer für die Partie. Gestern kamen mit Ilkay Gündogan (muskuläre Probleme) und Jonathan Tah (Erkältung) zwei weitere hinzu. Zudem ist Marco Reus wegen anhaltender Knieprobleme fraglich.

Es verwundert da kaum, dass für den Testkick im Dortmunder Signa Iduna Park erst 41 000 Tickets verkauft wurden. Auch beim Gast fehlt der größte Name: Lionel Messi ist nach seiner Roten Karte bei der Copa America gesperrt. Da Argentiniens Nationaltrainer Lionel Scaloni ohnehin eine Personalpolitik der kleinen Namen betreibt, sind aus der Startelf der Gäste nur eine Handvoll namentlich bekannt: Juan Foyth (Tottenham), Nicolás Otamendi (Manchester City), Nicolás Tagliafico (Ajax), Paulo Dybala (Juventus) und Lautaro Martinez (Inter).

Die Neulinge

DFB-Direktor Oliver Bierhoff sieht in den vielen Ausfällen aber auch eine Chance – für die, die sonst nicht zum Einsatz gekommen wären. „Häufig ist es ja so, dass immer fünf, sechs Spieler ein bisschen enttäuscht abreisen. Das wird uns jetzt nicht passieren“, sagte Bierhoff in der TV-Sendung „100 Prozent Fußball“ bei RTL Nitro.

Löw nominierte gleich vier Spieler nach. Von diesen hat Sebastian Rudy (Hoffenheim) schon Erfahrung in der Nationalmannschaft gesammelt. Nadiem Amiri (Leverkusen), Suat Serdar (Schalke) und Robin Koch (Freiburg) hoffen dagegen auf ihren ersten Einsatz – ebenso wie Luca Waldschmidt (Freiburg) und Niklas Stark (Hertha BSC), die zwar beide schon von Löw nominiert wurden, aber noch nicht zum Einsatz kamen. Bei Waldschmidt und Stark wird sich das gleich zu Beginn der Partie heute wohl ändern, denn beide vermutlich für die Startelf vorgesehen.

Die Torhüter

Sein zweites von bislang 22 Länderspielen bestritt Marc-André ter Stegen am 15. August 2012 gegen Argentinien (1:3). Nun erhält er heute eine weitere Bewährungschance. Eine, bei der er eigentlich nicht viel zu gewinnen hat. Denn: Hält der 27-Jährige gut, dann hat er seine Pflicht erfüllt. Manuel Neuer ist bei Löw aber dennoch Torwart Nummer eins. Zeigt er in der deutschen Verlegenheits-Elf Schwächen, dann hat er keine Argumente mehr, Neuer infrage zu stellen.

Der deutsche Kapitän kündigte so oder so an, das Gespräch mit seinem Konkurrenten ter Stegen suchen zu wollen. Der hatte nach zwei Spielen auf der Bank zuletzt seinen Unmut bekundet. Anschließend gab es einen kurzen Schlagabtausch. Irgendwie ja auch ein Klassiker im Torhüter-Duell.

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