Nach Ultra-Aktion

DFB ermittelt wegen Ultra-Fahnendiebstahls gegen 1. FC Köln

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Ein Fan und ein als Ordner verkleideter Fan von Köln rennen mit einer geklauten Fahne von Fans von Mönchengladbach über das Spielfeld.

Nach dem Fahnendiebstahl im Spiel gegen Borussia Mönchengladbach hat der Kontrollausschuss des DFB Ermittlungen gegen den 1. FC Köln aufgenommen.

Frankfurt/Main - Zudem hat der DFB den Traditionsclub aus Köln zu einer Stellungsnahme aufgefordert. Das bestätigte der DFB am Dienstag. Der Grund ist, dass mutmaßliche FC-Ultras als Ordner verkleidet in der Halbzeitpause des rheinischen Derbys am Sonntag gegen Borussia Mönchengladbach eine Fahne der Gäste-Ultras vom Zaun gerissen und entwendet hatten.

Um eine Eskalation zwischen den Fan-Gruppen zu verhindern, hatten Sicherheitskräfte danach den Gäste-Block abgesichert. Borussias Vizepräsident Rainer Bonhof kritisierte, dass die Aktion von den Ordnungskräften nicht unterbunden worden war und die Täter mit der Beute unbehelligt im FC-Fanblock verschwinden konnten.

Zudem monierte Bonhof einen Tweet von Kölns Ex-Spieler Lukas Podolski, der aktuell beim japanischen Erstligisten Vissel Kobe unter Vertrag steht und die Aktion wohlwollend kommentiert hatte. „Derbysieg, 3 Punkte, Fahne - was will man mehr“, hatte Podolski auf Twitter geschrieben. 

„Es ist eine ganz unglückliche Situation hervorgerufen worden aus Japan“, sagte Bonhof am Montagabend in einer Sendung des TV-Senders RTL Nitro. Man müsse „schon ganz schön aufpassen, um so etwas zu posten als Privat-Tweet.“ Den Ordnungskräften warf er vor, „brutal versagt“ zu haben: „Was wäre gewesen, wenn da jemand was völlig anderes vorgehabt hätte, als eine Fahne zu klauen? Und keiner reagiert auf dem Platz.“

dpa

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