Hrubesch als Interimslösung

DFB-Sportdirektor Flick hört überraschend auf 

Frankfurt/Main - Hansi Flick hat seinen Posten als Sportdirektor beim Deutschen Fußball-Bund überraschend aufgegeben.

Vorläufig übernimmt Horst Hrubesch die Aufgaben des ehemaligen Assistenten von Bundestrainer Joachim Löw, teilte der DFB am Montag mit. Der Vertrag des 51-jährigen Flick beim Weltmeister-Verband lief ursprünglich noch bis August 2019. 

„Ich bin dem Präsidium dankbar für das Verständnis und Entgegenkommen. Hinter mir liegen zehn tolle Jahre beim DFB. Es war eine spannende, erfolgreiche, aber auch intensive Zeit“, sagte Flick und betont: "Es gibt aktuell weder andere sportliche Ambitionen noch gibt oder gab es irgendwelche Probleme, der einzige Grund ist der persönliche Wunsch, mich in der nächsten Zeit mehr auf meine Familie konzentrieren zu können.“ 

Bevor Flick ins DFB-Management aufrückte, hatte er acht Jahre lang als Co-Trainer von Bundestrainer Joachim Löw gearbeitet. Er feierte mit der Nationalmannschaft den WM-Titel 2014, ehe er im Anschluss einen neuen Vertrag unterschrieb. 

Grindel bedauert Entscheidung

DFB-Präsident Reinhard Grindel bedauerte Flicks Entscheidung ausdrücklich. "Er hat sich in den zehn Jahren beim DFB große Verdienste um den deutschen Fußball erworben. Er hat an der Seite von Jogi Löw maßgeblich zum Gewinn des WM-Titels beigetragen und als Sportdirektor wichtige Weichen für die Zukunft gestellt", sagte Grindel: "Mit seiner fachlichen Kompetenz und seiner menschlichen Qualität ist er im Verband und in der Liga gleichermaßen anerkannt. Wir lassen ihn nur schweren Herzens gehen, aber wir respektieren seinen persönlichen Wunsch."

Bei der Suche nach einem Nachfolger werde sich der DFB die "dafür nötige Zeit" nehmen. Hrubesch lobte Flicks Arbeit, er habe "den Bereich sehr gut aufgestellt". Eine wichtige Aufgabe in den kommenden Monaten werde nun "für uns alle sein, gemeinsam gute Voraussetzungen für die anstehende U21-EM und den Confed Cup zu schaffen", sagte Hrubesch: "Außerdem wird mein Fokus auf einer erfolgreichen Teilnahme an der U19-Europameisterschaft in Georgien sowie der U20-Weltmeisterschaft in Südkorea liegen."

dpa/SID/snacktv

Rubriklistenbild: © dpa

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