Mal mühelos, mal mühevoll

Die Hertha hat’s erwischt: So haben sich die Bundesligisten im Pokal geschlagen

Die Berliner Matheus Cunha (links) und Maximilian Mittelstädt.
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Ziemlich bedient: die Berliner Matheus Cunha (links) und Maximilian Mittelstädt nach der Niederlage gegen Braunschweig.

Der DFB-Pokal als Generalprobe für die am kommenden Freitag beginnende Saison der Fußball-Bundesliga.

Auf die leichte Schulter hat diesen Auftakt in die Pflichtspiele also niemand genommen. Manche Teams meisterten die häufig unterklassige Hürde ohne Probleme, andere hatten Mühe und Hertha hat’s erwischt. Ein Überblick:

Ohne Mühe

Borussia Mönchengladbach: Ein perfektes Debüt gelang Alexander Zickler auf der Bank. Der Co-Trainer, der den gesperrten Marco Rose vertrat, sah einen souveränen 8:0-Erfolg gegen den Bremer Regionalligisten FC Oberneuland. Besonders stark in Form: Patrick Herrmann. Innerhalb von nur 51 Sekunden sorgte der Blitz-Doppelpacker mit für den zweithöchsten Sieg der Gladbacher Pokalgeschichte.

RB Leipzig: Eine Vorlage und ein Tor – der neue Südkoreaner Hee-chan Hwang hat im Auswärtsspiel beim 1. FC Nürnberg gleich mal seine Stärken unter Beweis gestellt. Bei der Entstehung des ersten Tores durch Amadou Haidara (3.) war er involviert, den zweiten Treffer durch Yussuf Poulsen (67.) bereitete er direkt vor und schließlich krönte er sein starkes RB-Debüt mit dem 3:0-Endstand in der Schlussminute.

FC Augsburg: Das 7:0 gegen Eintracht Celle war der Rekordsieg im Pokal für die Schwaben. Zwei Neuzugänge spielten sich vor dem Start der Bundesliga-Saison in den Fokus: Daniel Caligiuri, der in der 29. Minute zum zwischenzeitlichen 2:0 traf, und der Ex-Unioner Rafael Gikiewicz, der im Tor ein gelungenes Pflichtspieldebüt feierte.

VfL Wolfsburg: Das 4:1 gegen den brandenburgischen Pokalsieger Union Fürstenwalde war so etwas wie der letzte Schritt in der Vorbereitung. Und er war wenig spektakulär. Bereits am Donnerstag steht für die Wölfe das nächste Pflichtspiel an, dann geht es in der Qualifikation zur Gruppenphase der Europa League nach Tirana. Dort wartet der albanische Pokalsieger FK Kukesi.

1. FC Köln: Keine Probleme hatten die Kölner mit dem Nordost-Regionalligisten Altenglienicke. Und das, obwohl Topstürmer Jhon Cordoba nicht spielen wollte. Der Kolumbianer hat den Verein informiert, dass er mit einem anderen Klub verhandele. Dieser Klub heißt Hertha BSC. Als Ersatz verpflichten die Kölner dafür wohl Sebastian Andersson von Union Berlin. Ohne Cordoba fiel beim 6:0 Elvis Rexhbecaj mit einem Doppelpack auf.

Noch Luft nach oben

Union Berlin: Andersson fehlte den Eisernen ebenfalls gegen den Karlsruher SC. Und so hatte Union große Mühe und gewann erst durch einen Treffer von Nico Schlotterbeck kurz vor Ende der Verlängerung 1:0. Werder Bremen: Mit Ruhm hat sich auch Werder gegen den Regionalligisten Jena nicht bekleckert. 2:0 stand es am Ende für den Erstligisten.

Eintracht Frankfurt: Eng war es auch zwischen der Eintracht und 1860 München. Den 2:1-Sieg zitterten die Hessen über die Zeit. Mainz 05: Gegen den TSV Havelse sah es lange nach einer Überraschung aus. 5:1 siegte Mainz schlussendlich, drehte aber erst spät in der zweiten Halbzeit auf.

Blamiert

Hertha BSC: Neun Tore, vier für die Hertha, fünf für Braunschweig. Für die Berliner gibt es definitiv kein „Finale dahoam“. (Torsten Kohlhaase und Maximilian Bülau)

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