1. Startseite
  2. Sport
  3. Fußball

Die Fußball-Bundesliga und ihre Überraschungen: Die Konstanten, die Enttäuschungen

Erstellt:

Von: Maximilian Bülau

Kommentare

Jordan Siebatcheu.
Ein Torschütze: Jordan Siebatcheu traf zum 1:0 für Union Berlin gegen RB Leipzig. © Andreas Gora/dpa

Das Schöne am Fußball ist auch: Man kann vor dem Start einer Bundesliga-Saison viel reden, mutmaßen, sich sicher sein – und dann kommt doch alles anders.

Nach drei Spieltagen zeigt sich, dass sich die Kräfteverhältnisse im deutschen Oberhaus verschieben, einige Klubs an die erfolgreiche Arbeit anknüpfen, somit nicht mehr zum natürlichen Abstiegspersonal gehören. Andere waren dagegen oben erwartet worden, sind dort aber nicht zu finden. Von Konstanten und Enttäuschungen.

Die Konstanten

Wissen Sie, wer nach drei Spieltagen noch ungeschlagen ist? Ja, klar, die Bayern. Aber eben auch Borussia Mönchengladbach, Union Berlin und der 1. FSV Mainz 05. Dahinter folgt mit zwei Siegen der SC Freiburg. Diese vier sind allesamt Mannschaften – mit der kleinen Ausnahme Gladbach –, die vom Namen her immer noch nicht zu den ganz Großen der Liga gehören. Die aber nun schon seit einiger Zeit konstant gute Leistungen bringen – mit der kleinen Ausnahme Mainz, das erst seit der Übernahme von Trainer Bo Svensson eine gewisse Konstanz erreicht hat.

Die Fohlen zeigen nach einem enttäuschenden Jahr unter dem neuen Coach Daniel Farke, wie viel Potenzial dann doch im Kader steckt. Der 1:0-Sieg am Freitag gegen Hertha BSC bedeutete zeitweise die Tabellenführung, Alassane Pléa hatte per Elfmeter getroffen, Jonas Hofmann einen weiteren vergeben. Mainz macht aus den seit jeher eher geringen Bundesliga-Möglichkeiten eine Menge. Der FSV siegte nach einem Treffer von Jae-sung Lee in der Nachspielzeit 2:1 gegen den FC Augsburg.

Und dann sind da ja noch die Teams, die tatsächlich für Konstanz stehen. Seit 2011 hat Trainer Christian Streich das Sagen in Freiburg und hat aus einem Abstiegskandidaten mit ganz viel Zeit und Geduld eine Mannschaft geformt, die nun dauerhaft um die europäischen Plätze mitspielen könnte. Nach der bitteren Niederlage gegen Dortmund gewann das Team aus dem Breisgau im Baden-Württemberg-Duell dank eines Treffers von Vincenzo Grifo 1:0 gegen den VfB Stuttgart.

Immerhin seit 2018 ist Urs Fischer für Union Berlin verantwortlich und hat aus einem Aufsteiger in beachtlichem Tempo eine gestandene Bundesliga-Mannschaft gemacht. Eine, die regelmäßige Abgänge wichtiger Spieler scheinbar mühelos wegsteckt. Dann rückt eben der nächste nach, so fühlt es sich an. Beim 2:1-Erfolg gegen Leipzig waren beide Stürmer, Jordan Siebatcheu und Sheraldo Becker, erfolgreich. Ein solcher Sieg ist längst keine Überraschung mehr.

Die Enttäuschungen

Und damit zu den Enttäuschungen. Da ist eben RB Leipzig, das nach dem 1:2 gegen Union weiterhin sieglos ist, mit zwei Zählern in der unteren Tabellenhälfte steht. Ein Herausforderer für den FC Bayern? So sicher nicht!

Noch schlimmer als die Sachsen hat es die Leverkusener zum Start erwischt. Die Werkself steht nach drei Partien punktlos am Ende der Tabelle, hat erst einen Treffer erzielt. Das 0:3 gegen Hoffenheim war einmal mehr eine erdende Vorstellung von Bayer 04. Christoph Baumgartner, Andrej Kramaric und Georgino Rutter trafen für die TSG – die unter dem neuen Trainer André Breitenreiter an Konstanz gewinnt. (Maximilian Bülau)

Auch interessant

Kommentare