Fußball-Bundesliga: André Schürrle, der teuerste Wolfsburger Neuzugang aller Zeiten

„Die Luft wird dünner“

Der teuerste Neuzugang der Vereinsgeschichte: Andre Schürrle (Mitte), den VfL-Manager Klaus Allofs für geschätzte 32 Millionen Euro vom FC Chelsea nach Wolfsburg lotste, sehr zur Freude von Trainer Dieter Hecking (li.). Foto: dpa

Wolfsburg. Die Vorfreude auf André Schürrle hat beim VfL Wolfsburg die Enttäuschung über das magere 1:1 in Frankfurt abgelöst. Der Weltmeister soll bei den Wölfen zügig in die Rolle des Anführers schlüpfen und den Tabellenzweiten der Fußball-Bundesliga noch stärker machen. „Er hat in Mainz und Leverkusen hervorragende Leistungen gezeigt. Wir hoffen, dass er daran anknüpft und die erhoffte Verstärkung für uns ist“, sagte VfL-Trainer Dieter Hecking nach dem schwachen Auftritt bei der Eintracht.

Die Partie am Dienstagabend verdeutlichte, warum die Niedersachsen derzeit noch kein Bayern-Jäger sind. Vier Tage nach dem rauschenden Fußball-Fest beim 4:1 gegen den Rekordmeister bot der VfL nur Hausmannskost. „Natürlich wollten wir hier gewinnen. Aber darin besteht auch die Schwierigkeit, weil die Erwartungen natürlich riesengroß waren. Alle haben auf uns geschaut, ob wir das bestätigen“, sagte der eingewechselte Marcel Schäfer.

Das taten die Wolfsburger nicht und verpassten es, den Rückstand auf den Tabellenführer von acht Punkten weiter zu verkürzen. Hecking ärgerte sich zwar darüber, dass seine Mannschaft weit unter ihren Möglichkeiten geblieben war, äußerte aber Verständnis. „Man kann nicht erwarten, dass wir immer so spielen wie gegen die Bayern. Das kannst du nicht alle drei Tage abrufen“, sagte er.

„Das ist ein Schritt, den wir machen müssen, wo wir dazulernen müssen“, forderte Schäfer, der den späten Ausgleich durch Kevin De Bruyne (88. Minute) vorbereitete. Stefan Aigner (58.) hatte die Frankfurter vor 34 400 Zuschauern in Führung gebracht.

Gestern präsentierten die Wölfe André Schürrle, den mit rund 32 Millionen Euro teuersten Neuzugang der Vereinsgeschichte. Ein Thema, das Wolfsburgs Manager offensiv anging. „Ich glaube, dass ein Engagement in dieser Höhe Sinn macht. Ich glaube nicht, dass wir den Rahmen sprengen, wenn man sich den internationalen Markt anschaut“, sagte Klaus Allofs angesichts aufkeimender Kritik über die Höhe der Ablöse an den englischen Premier-League-Klub FC Chelsea.

Man werde den Weg weiter gehen. „Da wird die Luft jetzt dünner. Wir sind inzwischen so gut besetzt, dass die Verstärkungen, die man der Mannschaft noch zufügt, sich auf sehr hohem Niveau bewegen“, erklärte Allofs.

Premiere am Samstag?

„Ich freue mich hier zu sein und bin überglücklich“, sagte der 24-Jährige. Schürrle berichtete, dass er „im November, Dezember“ noch bei den Londonern bleiben wollte. „Der letzte Monat hat sich so entwickelt, dass ich immer mehr zum Entschluss gekommen bin, was zu verändern. Ich wollte das machen, was mir Spaß macht: Das ist Fußballspielen.“ Zuletzt war er unter Trainer José Mourinho kaum zum Zug gekommen. VfL-Coach Dieter Hecking ließ offen, ob Schürrle bereits am Samstag gegen Hoffenheim in der Startelf steht. (dpa)

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