Sieg verschenkt

Dortmund nur mit Unentschieden in Mainz: „Das ist bitter“

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Der Mainzer Danny Latza (Mitte jubelt nach seinem Trefferreffer zum 1:1.

Mainz - So hatte sich das Borussia Dortmund nicht vorgestellt. In Mainz verschenkte der BVB zum Rückrundenauftakt den Sieg, kam nur zu einem Unentschieden.

Völlig konsterniert verschwand Dortmunds Trainer Thomas Tuchel nach dem verschenkten Sieg in der Kabine. Auch mit Afrika-Cup-Rückkehrer Pierre-Emerick Aubameyang verpasste sein Team durch ein 1:1 beim FSV Mainz zum Rückrunden-Auftakt den Sprung auf den Champions-League-Platz. „Das ist sehr enttäuschend. Mit einem Dreier hätten wir wieder auf Platz drei rücken können. Das ist bitter, weil wir vorher den Sack schon hätten zumachen können“, klagte Marcel Schmelzer am Sonntag vor der Sky-Kamera.

Trotz des Blitztors nach 124 Sekunden durch Marco Reus verschenkte der BVB den Sieg, Danny Latza bestrafte die nach der Pause zu passiv wirkenden Gäste mit dem Ausgleichstreffer in der 83. Minute. „Die Mannschaft hat Charakter bewiesen. Den Punkt nehmen wir gerne mit“, sagte der Mainzer Fabian Frei. Beim BVB wurde einmal mehr Mario Götze von Tuchel nur eingewechselt. Doch auch der Weltmeister konnte keine Akzente setzen.

In der Fußball-Bundesliga bleibt der BVB punktgleich mit der TSG Hoffenheim Tabellen-Vierter, liegt einen Zähler hinter Eintracht Frankfurt, hat aber klaren Rückstand auf Spitzenreiter FC Bayern München und Aufsteiger RB Leipzig.

„Wenn du bei Dortmund spielst, wenn du bei Dortmund Trainer bist, dann ist das impliziert“, sagte Tuchel bei der Rückkehr an die alte Wirkungsstätte zur von der Clubführung vehement geforderten direkten Champions-League-Qualifikation. „Dass wir das Potenzial dazu haben, haben wir bewiesen.“ Doch in den Top drei stand der BVB letztmals am elften Spieltag.

Der BVB-Trainer stellte vor 34 000 Zuschauern in der ausverkauften Opel-Arena erstmals Afrika-Cup-Rückkehrer Aubameyang, André Schürrle und Marco Reus zusammen in der Bundesliga auf. Das zahlte sich prompt aus. Schürrle ergatterte sich nach einem dicken Patzer von Jean-Philippe Gbamin den Ball und legte auf Reus. Der Nationalspieler hatte keinerlei Probleme zum elften Mal gegen Mainz einen Treffer zu erzielen. Öfter hat gegen die Rheinhessen noch kein Bundesliga-Profi getroffen.

Götze in der 66. Minute eingewechselt

Das BVB-Tor hütete wieder Roman Bürki, der sich am 19. November beim 1:0-Sieg gegen den FC Bayern München die Mittelhand gebrochen hatte, und nun nicht ganz unerwartet wieder Roman Weidenfeller verdrängt hat. Viel zu tun hatte der Schweizer nicht, dann die Hausherren wirkten lange wie das Kaninchen vor der Schlange. Allerdings hatte das Team von Trainer Martin Schmidt Pech, dass Schiedsrichter Felix Zwayer einen Treffer des Japaners Yoshinori Muto nach gut einer Viertelstunde wegen einer angeblichen Abseitsstellung zu Unrecht nicht gab. „Das war sehr, sehr schwer zu sehen“, sagte der Mainzer Sportdirektor Rouven Schröder in der Pause. „Aber es ist sehr ärgerlich, denn es wäre der Ausgleich gewesen.“

Nach dem Wechsel wurden die Mainzer stärker, der BVB spielte viel zu passiv und lauerte auf Konter. Auch die Einwechslung von Götze für Raphael Guerreiro in der 66. Minute änderte nicht viel. Doch später rächte es sich, dass die Gäste vor dem Wechsel durch Aubameyang, Sokratis und Lukasz Piszek Chancen zu höheren Führung hatten liegen gelassen. Der sichtlich müde wirkende Aubameyang wurde in der 71. Minute durch Ousmane Dembélé ersetzt. Der Kopfball von Latza sorgte dann endgültig für schlechte Stimmung in Dortmund.

Die Mainzer Fans hatten nicht nur das Unentschieden zu feiern: Wenige Stunden vor dem Anpfiff hatten die Rheinhessen die Verpflichtung von Bojan Krkic bekannt gegeben. Der 26 Jahre alte ehemalige Profi des FC Barcelona und AC Mailand kommt auf Leihbasis von Stoke City und soll den zum VfL Wolfsburg gewechselten Spielmacher Yunus Malli ersetzen.

So ging das Spiel Hertha vs. Freiburg aus.

dpa

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