Fußball-Bundesliga: Wolfsburgs niederländischer Stürmerstar trifft und trifft und trifft

Bas Dost: „Plötzlich wirst du zum Hype“

Viel Grund zum Lachen: Wolfsburgs Bas Dost wird von seinen Mitspielern nach den beiden Toren gegen Hertha geherzt. Foto: dpa

Wolfsburg. Was wäre der VfL Wolfsburg derzeit ohne Bas Dost? Der Torjäger trifft wie am Fließband und besiegt die Gegner scheinbar im Alleingang. Dabei ist es nach seinem Wechsel 2012 erstmal gar nicht gelaufen.

Elf Bundesligatore in nur elf Saisonspielen, elf Pflichtspieltreffer schon im Jahr 2015, acht Tore allein in einer Woche - Bas Dost ist ein Phänomen. Aktuell hat europaweit nur Cristiano Ronaldo eine noch bessere Torquote als der niederländische Torjäger vom VfL Wolfsburg. Noch vor nicht allzu langer Zeit galt der typische Stoßstürmer alter Prägung als gescheitert beim VfL und als Wechselkandidat. Was macht den Mann aus?

FITNESS: Dost war lange Zeit und immer wieder verletzt, war oft bestenfalls nur zweite Wahl. Der 25-Jährige war unzufrieden und wollte weg. Dosts Berater belagerte Trainer Dieter Hecking regelrecht. „Ich habe gesagt: Wir müssen nicht reden, er muss nur fit werden“, berichtete der VfL-Coach. Nun ist Dost top-fit, machte die Winter-Vorbereitung ohne Probleme.

KONKURRENZ: In Ivica Olic verließ ein Dost-Konkurrent den Club in Richtung Hamburg. „Mag sein, dass das eine Rolle spielt“, mutmaßte VfL-Sportchef Klaus Allofs. Für Olic kam in André Schürrle ein ganz anderer Spielertyp. „Das war ein wichtiges Zeichen und ein Riesen-Vertrauensvorschuss an ihn“, meinte Hecking. Dost braucht den Rückhalt des Trainers für sein Selbstvertrauen.

GEFÜHLSMENSCH: Emotionen spielen bei Dost nämlich eine große Rolle. Lange Zeit pendelte seine Gefühlswelt zwischen himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt – auch für seine Mitspieler nicht immer leicht. Nach ersten Torerfolgen hat sich das grundlegend geändert. Wann immer man Dost derzeit sieht, man begegnet einem Strahlemann. „Das Gefühl jetzt ist sehr gut“, berichtete der Torjäger nach seinem erneuten Doppelpack am Sonntag gegen Hertha BSC. „Für mich ist momentan sehr viel Spaß da. Ich hoffe, dass das noch lange bleibt.“

MITSPIELER: „Für einen Stürmer ist es natürlich toll, wenn er so eingesetzt wird“, sagte Allofs - früher selbst ein Stürmerstar - über die Stärke von Dosts Mitspielern. Soll heißen: Wer vor einem Kevin De Bruyne, André Schürrle oder Vieirinha spielt, kann auch als Torjäger glänzen. Dost profitiert vom Champions-League-reifen VfL-Kader.

STANDING: Trotz seiner Tore am Fließband klingen beim VfL auch Zweifel durch. Vielleicht, weil Dosts holprige Anfangszeit in Wolfsburg noch nicht vergessen ist. Vielleicht, weil Dost immer noch größte Chancen teilweise liegen lässt. „Bas hat eigentlich gar nicht so gut gespielt“, sagte Hecking. (dpa)

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