Kaum Fans in Wolfsburg 

Drei deutsche Siege in der Europa League: Kamada und der VARnsinn

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Dreierpacker: Frankfurts Daichi Kamada sorgte im Alleingang für den Eintracht-Sieg. 

Kassel – Fünf deutsche Mannschaften waren in den europäischen Fußball-Wettbewerben im Einsatz. Fünf Siege sind die Bilanz.

Kassel – Fünf deutsche Mannschaften waren in den europäischen Fußball-Wettbewerben im Einsatz. Fünf Siege sind die Bilanz. Eine erfolgreiche Woche liegt hinter den Bundesligisten. Den Abschluss bildete wie immer die Europa League am Donnerstag. Wir blicken auf das, was in Frankfurt, Leverkusen und Wolfsburg auffiel.

Der Kamada

Die Europa League ist einfach das Pflaster von Daichi Kamada. Frankfurts Mittelfeldspieler hat in dieser Saison sieben Tore geschossen und sechs aufgelegt. Sechs Treffer und drei Assists gelangen dem 23-Jährigen dabei im internationalen Wettbewerb. Im Heim-Hinspiel gegen RB Salzburg traf Kamada dreifach und legte so den Grundstein für den 4:1-Erfolg und das fast schon sichere Weiterkommen. Filip Kostic erzielte das 4:0 für die Hessen. Hee-Chan Hwang, der in der vergangenen Saison an den Hamburger SV ausgeliehen war, verkürzte für die Österreicher kurz vor Schluss.

Es war also trotz des Verbots von 20 000 Wunderkerzen ein leuchtender Abend für die Eintracht. Und die Fans setzten auch ohne Wunderkerzen ein Glanzlicht. Als einzelne Zuschauer vor dem Anpfiff die Schweigeminute für die Opfer von Hanau störten, pfiff das restliche Publikum diese erst aus, dann skandierten sie „Nazi raus!“.

Übrigens: Als Frankfurt und Salzburg – damals noch als SV Austria – 1994 das letzte Mal aufeinandertrafen, siegte Salzburg im Hinspiel 1:0. Torschütze? Adi Hütter. Der sitzt ja nun bekanntlich bei den Frankfurtern auf der Trainerbank.

Der VAR

Auch bekannt als Video Assistant Referee – kurz Videobeweis. Der spielte in Leverkusen verrückt und Bayer gegen den FC Porto in die Karten. Denn bei Lucas Alarios Tor zum 1:0 wurde der Treffer erst gegeben, dann aberkannt, dann doch gewertet. Ob es mittlerweile einen Videobeweis für den Videobeweis gibt? Sei’s drum.

Das 2:0 erzielte Kai Havertz dann per Strafstoß – sein erstes Tor im Europapokal überhaupt. Doch Havertz hatte eigentlich verschossen, sein Versuch wurde aber wiederholt, weil sich Portos Schlussmann Augustin Marchesin zu früh bewegt hatte. Das sah? Genau, der Videobeweis. Einfach VARnsinn. Zweimal Glück. Blöd war dann allerdings der Gegentreffer durch Zé Luis. Da half auch der Videobeweis nicht mehr.

Der Hexenkessel

Der erwartet den VfL Wolfsburg beim Rückspiel in Malmö. Die erste Begegnung drehten die Niedersachsen nach Rückstand durch Tore von Josip Brekalo und Admir Mehmedi. Das sahen allerdings nur 13 801 Zuschauer live im Stadion – 4500 davon kamen aus Schweden. Ziemlich trostlos und alles andere als ein Hexenkessel.

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