Fußball

Drei Termine als nächste Fixpunkte

Wann wird in Hessen wieder Fußball gespielt? Noch bleibt auch beim KSV Hessen Kassel nur das Warten und Hoffen.
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Wann wird in Hessen wieder Fußball gespielt? Noch bleibt auch beim KSV Hessen Kassel nur das Warten und Hoffen. ARCHIVFoto: CHRISTIAN HEDLER/NH

Fußballer hoffen auf positive Signale aus Berlin am Mittwoch - und entwickeln einen Fahrplan zu Fortsetzung oder Abbruch der Saison.

Wenn in diesen schwierigen Corona-Zeiten dem Hessischen Fußball-Verband (HFV) eines mit Sicherheit nicht vorzuwerfen ist, dann, dass er überstürzt handeln würde. Obwohl der Vorstand nun erneut knapp dreieinhalb Stunden virtuell diskutierte und sich dabei hauptsächlich mit der Frage beschäftigte, ob die aktuell unterbrochene Saison noch irgendwie sinnvoll zu einem Ende gebracht werden kann oder lieber abgebrochen werden sollte, blieb eine fixe Entscheidung dazu erneut aus. Obwohl der HFV nun einen Fahrplan fixiert hat für die nächsten Wochen, gilt somit weiterhin für die 2100 hessischen Vereine, die 10 400 Mannschaften, die 530 000 Mitglieder: Warten, warten, warten. Vor allem auf Signale der Politik.

Drei Termine sind nun die Fixpunkte der HFV-Verantwortlichen:

6. Mai: Alle Blicke sind nach Berlin gerichtet. Mit der Hoffnung, dass bis zum kommenden Mittwoch die Politik Entscheidungen trifft über weitere Lockerungen und dann die Ausübung von Amateursport wieder möglich wird.

16. Mai: Bleiben die erhofften Signale der Regierung aus, wird der HFV bis zum 16. Mai an der Basis in Kreiskonferenzen ein Stimmungsbild bei den Klubs einholen. Saisonabbruch oder nicht? Alternative Spielmodelle wie Halbserien zur Überbrückung von Leerlaufzeiten sind Optionen, werden aber wohl eher nicht in die Tat umgesetzt.

Auf Grundlage der aus der Umfrage resultierenden Ergebnisse will der HFV-Vorstand dann eine endgültige Entscheidung vorbereiten, die schließlich bei einem Außerordentlichen Verbandstag Ende Mai verabschiedet und damit auch rechtlich wasserdicht gemacht werden soll. Dabei sollen alle Haftungsrisiken ausgeschlossen werden, was insbesondere für das Präsidium und den Verbandsvorstand wichtig ist. Diese müssten nämlich – Stand jetzt – mit ihrem Privatvermögen für etwaigen finanziellen Schaden aufkommen.

Parallel beraten die Regionalbeauftragten mit den Kreisfußballwarten, wie eine Wertung bei einem Saisonabbruch vorgenommen werden sollte. Die Ergebnisse bündelt der HFV-Spielausschuss für eine Empfehlung zur einheitlichen Verfahrensweise im gesamten Hessischen Fußball-Verband.

25. Mai: Der HFV ist bei seinen Entscheidungen, ob und zu welchen möglicherweise auch unterschiedlichen Terminen die Saison fortgesetzt werden kann, nicht nur an die behördlichen Vorgaben gebunden, sondern auch an das Vorgehen übergeordneter Fußballverbände. So soll erst am 25. Mai bei einem außerordentlichen DFB-Bundestag geklärt werden, wie es in der 3. Liga weiter geht. Daran hängt zum Beispiel auch, ob die Regionalliga Südwest einen Aufsteiger in die 3. Liga benennen darf.  dani/sam

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