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Schnellcheck zum Champions-League-Auftakt vom BVB und von RB: Drei Tore hier, ein Patzer da

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Von: Maximilian Bülau, Manuel Kopp

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Marco Reus.
Freude pur: Dortmunds Torschütze Marco Reus. © Bernd Thissen/dpa

Die Champions League ist zurück – und den Auftakt in die Gruppenphase machten gestern Borussia Dortmund und RB Leipzig.

Wie es für den BVB gegen den FC Kopenhagen und für die Sachsen gegen Schachtar Donezk lief, das verrät der Schnellcheck.

Was fiel bei den Sachsen personell auf?

Trainer Domenico Tedesco wechselte im Vergleich zum 0:4 gegen Frankfurt ordentlich durch – und veränderte auch die Grundordnung: 4-2-3-1 statt 3-5-2 war angesagt.

Änderte sich so denn auch was am RB-Spiel?

Der Saisonstart war bislang ja gründlich verkorkst. Will man es bildlich zusammenfassen, dann in etwa so wie das, was Leipzigs Torhüter Peter Gulacsi in der 16. Minute machte. Er bekam einen Rückpass weit vor dem Tor. Er täuschte links an, dann rechts, dann links – und dann war der Ball weg. Marian Shved sprintete dazwischen und schob aus 30 Metern ins leere Tor.

Auweia. Und nun?

Nun stellten sich die Ukrainer hinten rein, die Leipziger waren stets bemüht. Was ja nicht unbedingt ein Qualitätsmerkmal ist. Gefährlich wurde es kaum mal. Beim Pokalsieger klemmt es.

Konnte Tedesco noch mal etwas ölen in der Pause?

Er hatte das Fläschchen wohl dabei. Es war nur fast leer. Mohamed Simakan traf nach einem tollen Spielzug zum Ausgleich (57.). Aber nur Sekunden später sorgte Shved für den erneuten Rückstand. Nach einem Konter erzielte Mykhaylo Mudryk das 3:1 (76.). Lassina Traoré legte sogar das 4:1 nach (85.). Es ist mehr als ein Klemmen bei RB derzeit. Es knarzt enorm.

Ortswechsel: Was fiel beim BVB personell auf?

Mit Torwart Gregor Kobel (Muskelfaserriss) fehlte die nächste Stammkraft. Im Tor gab Alexander Meyer sein Debüt, vergangene Saison spielte er noch für Regensburg in der 2. Liga. Auch nicht dabei: Stadionsprecher Norbert Dickel. Er liegt nach einem Grillunfall im Krankenhaus.

Wer setzte in Dortmund das erste Ausrufezeichen?

Kopenhagen – besser gesagt: die Fans. Sie schossen zwar kurz vor dem Aufwärmen der Teams Leuchtraketen auf den Platz. Direkt vor dem Anpfiff zeigten sie für Anhänger eines Auswärtsteams aber eine beeindruckende Choreografie. Mit viel Pyro und blau-weißen Fahnen. Das steckte auch die Dänen auf den Platz an. Nach Sekunden strich der Ball beim Schuss von Zeca am linken Pfosten entlang. Dann übernahm der BVB die Kontrolle, aber statt Chancen gab es den nächsten Verletzten: Thorgan Hazard musste raus.

Wie reagierten die Borussen auf den Rückschlag?

Von einer Schockstarre war keine Spur. Vielmehr machte der BVB jetzt Druck – und jubelte kurz darauf: Niklas Süle hatte sich den Ball erkämpft. Julian Brandt passte zu Marco Reus, der seinen Gegenspieler wie eine Slalomstange aussteigen ließ – 1:0 (35.). Noch vor der Pause folgte der nächste Treffer. Wieder schaltete der BVB schnell um. Die Stationen: Nico Schlotterbeck – Reus – Raphael Guerreiro – Reyna – Guerreiro – 2:0 (42.).

Wie lief die zweite Hälfte?

Sie begann wie die erste: Mit Pyro im Gästeblock und einer Chance für die Dänen: Meyer parierte den Schuss von Lukas Lerager. Danach war die Dortmunder Dominanz noch größer als vor der Pause. Die Borussen vergaben Chancen durch Anthony Modeste (55.), Brandt (58.) und Youssoufa Moukoko (81.). Dann sorgte aber Jude Bellingham nach einem erneut schönen Konter für den 3:0-Endstand (83.).

Wie war die Übertragung im Stream?

Gruppenphase in der Königsklasse – das heißt auch: Es gibt zwei frühe Spiele. Und so durften zur Abendbrotzeit auch jüngere BVB-Fans mal internationale Luft schnuppern. Bei Amazon Prime kommentierte Jonas Friedrich und befand: „Es geht los bei einer familienfreundlichen Anstoßzeit.“ Das Ergebnis machte dann auch die kleinen BVB-Fans richtig froh. (Manuel Kopp und Maximilian Bülau)

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