Wolfsburg gewinnt in Lille mit 3:0 / Am Sonntag in der Bundesliga gegen Paderborn

VfL in drei Wettbewerben dabei

Komm an meine Brust! Die Wolfsburger Josuha Guilavogui, der später die Ampelkarte sah, und der zweifache Torschütze Ricardo Rodriguez (rechts) feiern beim 3:0-Erfolg in Lille den Führungstreffer von Vieirinha (vorne). Foto: dpa

Wolfsburg. Minimaler Aufwand, maximaler Ertrag! Der VfL Wolfsburg ist auch im kommenden Jahr noch in drei Wettbewerben dabei. Im abschließenden Gruppenspiel der Europa League gewannen die Wölfe das „Alles-oder-Nichts-Spiel“ beim französischen Klub OSC Lille mit 3:0 (1:0). Durch den dritten Sieg im sechsten Spiel der Gruppe H qualifizierte sich der Tabellenzweite der Bundesliga auch als Gruppenzweiter hinter dem FC Everton für die K.o.-Phase.

Die Wolfsburger zeigten in den ersten 40 Minuten ihre bislang schwächste Leistung in dieser Saison, kamen aber in der Nachspielzeit der ersten Hälfte durch ein Vieirinha-Tor (45. + 1) mit der ersten Chance zur Führung. Mit zwei Treffern avancierte aber Linksverteidiger Ricardo Rodriguez zum Matchwinner für den Meister von 2009, der von 2000 VfL-Fans begleitet wurde.

Der Schweizer wirkte nach seiner Lehrstunde in Effektivität müde. „Es war anstrengend heute“, bekannte der Sieggarant hinterher. Ob Rodriguez, der dem VfL zuletzt wochenlang verletzt gefehlt hatte, am Sonntag gegen den SC Paderborn (17.30 Uhr) erneut aufläuft, ist fraglich. „Es ist noch nicht ganz okay“, meinte Rodriguez zu seinen hartnäckigen Beschwerden in der Gesäßmuskulatur.

Trainer Dieter Hecking deutete eine Pause an. „Auch Ricardo Rodriguez war lange verletzt und ist noch nicht wieder bei 100 Prozent. Wir müssen sehen, welches Personal wir am Sonntag zur Verfügung haben“, sagte der Coach.

Mit seinem sehenswerten Freistoß zum 2:0 (65. Minute) besorgte Rodriguez die Vorentscheidung und verwandelte kurz vor dem Ende noch einen Handelfmeter sicher (89.). „Ich habe gedacht: Ich muss ihn rein machen, dann wird es etwas ruhiger“, beschrieb der Linksverteidiger seine Gedanken vor dem 2:0 und gab eine Kostprobe seines Selbstbewusstseins: „Ich kann das einfach. Das habe ich auch gezeigt“.

Der VfL will sich in der kommenden Woche auf die noch ausstehenden drei Spiele in der Liga konzentrieren, um das Punktekonto weiter aufzufüllen und damit beste Voraussetzungen für eine Champions-League-Rückkehr in der kommenden Saison zu schaffen. Gegen Paderborn ist der Einsatz von Ivica Olic fraglich. Den Stürmer plagt eine Leistenverletzung. Für den Kroaten wird am Sonntag Bas Dost auflaufen. (raw/dpa)

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