Absage in Regensburg

DFB-Pokal: Duell zwischen Gladbach und Dortmund vor der Karussellfahrt

Karussell.
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Das Trainerkarussell dreht sich im deutschen Fußball: Dieses Foto entstand 2019 auf dem Oktoberfest in München.

Seit 48 Tagen hat der DFB-Pokal eine andere Bedeutung bekommen. Am 13. Januar schied der FC Bayern bereits in Runde zwei gegen Zweitligist Holstein Kiel nach Elfmeterschießen aus – und eröffnete damit den verbliebenen Mannschaften eine realistische Chance auf einen Titel.

Es ist zugleich der kürzeste Weg zu einer Trophäe. Sechs Spiele sind es nur. Nummer vier – das Viertelfinale – steht nun an. Und damit das Duell der beiden Borussias aus Mönchengladbach und Dortmund heute Abend (20.45 Uhr/ARD). Das auch ein Duell der Trainer ist: Marco Rose, noch Gladbach, ab Sommer in Dortmund. Und Edin Terzic, noch Dortmund, ab Sommer immer noch Dortmund, dann aber Assistent von Rose. Als Nachfolger bei Gladbach wird Bremens Coach Florian Kohfeldt gehandelt. Werder hätte heute Abend bei Zweitligist Regensburg antreten sollen. Weil sich nach dem positiven Coronatest von Jahn-Trainer Mersad Selimbegovic auch weitere Spieler angesteckt haben, wurde diese Partie gestern abgesetzt.

Wir blicken dennoch auf die alle vier Trainer – und warum sie im Fokus stehen.

Marco Rose

Mitte Februar stand dann fest, worüber vorher schon spekuliert wurde: Marco Rose wird Borussia Mönchengladbach nach zwei Jahren verlassen und sich den Dortmundern anschließen. Der 44 Jahre alte Leipziger passt mit seiner kumpelhaften, impulsiven Art erst einmal gut zum BVB, erinnert viele an Jürgen Klopp. Und wird nach Klopp und Thomas Tuchel der dritte schwarz-gelbe Trainer mit einer Mainzer Vergangenheit.

Die frühzeitige Bekanntgabe von Roses Wechsel birgt aber auch Zündstoff – denn beide Vereine verfolgen ähnliche Ziele. In der Bundesliga ist es das Erreichen des internationalen Geschäfts. Im Pokal eben der Pokalsieg. Sollte Rose seinem zukünftigen Klub die Chance auf einen Titel heute kaputtmachen, stünde er damit nicht alleine da. Niko Kovac siegte im Finale des DFB-Pokals 2018 mit Eintracht Frankfurt 3:1 gegen den FC Bayern – und wechselte wenige Tage später die Seiten.

Edin Terzic

Auch für Dortmunds Trainer Edin Terzic wird das Duell heute sicher ein besonderes. Schließlich trifft er mit seinem BVB auf seinen zukünftigen Chef. Terzic wird ab Sommer zwar nicht mehr der Hauptverantwortliche auf der Bank der Dortmunder sein. Er wird den Schwarz-Gelben aber auch nicht verloren gehen und wieder als Co-Trainer tätig sein. Dann eben unter Rose.

Florian Kohfeldt

Bremens Florian Kohfeldt könnte aus dieser Pokalrunde dann endgültig eine kleine Karussellfahrt machen. Denn der 38-Jährige wird als Nachfolger von Rose bei Mönchengladbach gehandelt. Geäußert hat er sich dazu nicht abschließend. Es ist ihm aber anzumerken, dass er nicht abgeneigt ist. Wenn, dann würde sich Kohfeldt sicher gern mit einem Titel aus Bremen verabschieden. Im Weg steht ihm dabei erst einmal Jahn Regensburg.

Mersad Selimbegovic

Für Regensburgs Trainer Mersad Selimbegovic ist das Pokal-Viertelfinale gegen Bremen der bisherige Höhepunkt der Karriere – auf den er noch etwas warten muss. Am vergangenen Freitag wurde er positiv auf Corona getestet. Weitere Spieler sind infiziert. Ein Nachholtermin steht noch nicht fest. (Maximilian Bülau)

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